CD-Review: Diary of Dreams – hell in Eden

Veröffentlicht: 5. November 2017 von steffischaaf in CD Neuerscheinungen, CD Review
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Diaryhell in Eden ist das mittlerweile 16. Studioalbum der Band Diary of Dreams und mit diesem Werk sind sie seit Mitte Oktober unterwegs auf Tour. Nach zwei Jahren Schaffungsphase sind wir nun also umso mehr gespannt, was Adrian und seine Musikerkollegen für uns komponiert und produziert haben.

Düster, dramatisch, taktvoll, ja fast hymnisch startet das Album mit dem Titel “ Made in Shame“. Tief und fast bedrohlich dringt die Melodie und der Text in mein Gehör und hinterlassen einen ehrwürdigen Eindruck. Ebenso gewaltig und schwer, mit treibenden Synthies, versprüht „Epicon“ seine triumphale Wirkung. Die ersten beiden Stücke wissen bereits jetzt schon zu gefallen und machen defintiv Lust auf mehr.
Und weiter geht es mit verspielten Kompositionen, taktvollen Rhythmen, die sicherlich den ein oder anderen Tänzer auf die  Tanzfläche ziehen, um sich den schwermütigen Klängen von „decipher me“  vollstens hinzugeben.
Der Titelsong „hell in Eden“ wird mit leisen Tönen eingeleitet, die musikalische Untermalung wird hier mit deutschem Text unterstützt. Ein ruhiger, sehr besinnlicher Song, der den Hörer nach den ersten, energiegeladenen Titeln zunächst wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt und in eine tiefe Trance versetzt.
„Perfect Halo“ und „Beast of Prey“ spinnen weiter den Faden der überragenden und abwechslungsreichen Kompositionen, die mit überraschenden Elementen immer wieder für Einzigartigkeit sorgen, so wie bei „Beast of Prey“ die weichen Geigenpassagen.
Weitere Tanzflächenfüller finden sich auf dem Album mit „listen and scream“ und „Traces of Light“ .
Tief in die Kreativschublade griff die Band bei „Mercy me“. Ein sehr experimenteller, hervorstechender und wie ich finde, großartiger Song, der gerade durch seine Vielfältigkeit nachhaltig wirkt.
Zum Entspannen und Genießen verführt mit seiner weichen Melodie der Track „Bird of Passage“. Flügel ausbreiten und treiben lassen!
„nevermore“ ist ein sehr schwermütiger, düsterer Titel, der bedrohlich wirkt. Besonders bei diesem Stück wirkt Adrians Stimme noch einschneidender als bei den anderen.
Das Schlußstück „hiding rivers“ lockt noch einmal mit vollstem Streicher-Einsatz. Mit dem dominanten Einsatz der Instrumente findet das Album einen grönenden Abschluss.

Fazit: Was für ein Album! hell in Eden konnte mich absolut faszinieren und überzeugen. Ein Werk mit grandiosen, ausgefeilten Melodien, tiefen, wie gewohnt, schweren, düsteren Texten und einer Stimme, die nachhaltig bleibt. Die zwei Jahre Wartezeit haben sich gelohnt, macht euch bereit auf effektvolle, hymnische Songs. Mir fällt es wirklich schwer einen Anspieltipp zu geben, denn alle Titel haben ihre Besonderheiten, die einen Tipp wert wären. Also hört euch einfach das Ganze an und lasst euch musikalisch und stimmlich fesseln!

5/5

Diary of Dreams – hell in Eden
Label: Accession Records

Tracklist
01. Made In Shame
02. Epicon
03. Decipher Me
04. Hell In Eden
05. Perfect Halo
06. Beast Of Prey
07. Listen And Scream
08. Traces Of Light
09. Mercy Me
10. Bird Of Passage
11. Sister Sin
12. Nevermore
13. Hiding Rivers

 

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