CD-Review: Samarah – Sci-Fi Sextape

Veröffentlicht: 17. April 2017 von steffischaaf in CD Review
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Cover FrontNach dem kurzen Stelldichein mit Independent Wonderland 2015, kehren Samarah jetzt zurück mit ihrem neuen Album Sci-Fi Sextape. Auch dieses Mal lässt es sich die Band nicht nehmen das Cover mit einem zarten, weiblichen Wesen zu verschönern. Ein sehr stimmungsvolles Bild, das die Neugier auf die zehn Songs noch mehr weckt.

Bereits die ersten Takte und das harmonische Zusammenspiel der Gitarren lassen mich spätestens jetzt wissen, dass eine Samarah Scheibe läuft. Dieser Einklang hat für mich einfach einen hohen Wiedererkennungswert, wie auch die Stimme von Marcel. Fordernd, kraftvoll, mit klarem verständlichen Englisch setzen sich seine Worte im Gehör fest. Dominant, aber nicht übertrieben.
Im zweiten Song „Nostromo“ experimentiert die Band mit Synths, die den Sci-Fi im Hintergrund unterschwellig widerspiegeln, ohne das sie dabei die Riffs übertönen und die Oberhand gewinnen. Ein gnadenloser, temporeicher und treibender Song, der richtig Spaß macht.
Mystischer Einstieg folgt bei „Prometheus“, doch die krachenden Riffs lassen nicht lange auf sich warten. Insgesamt ist dieser Song ein wenig ruhiger und gefühlvoller mit erotischen Seufzern.
Die soften Zeiten sind vorbei, mit „Veronica Mars“ legen sich Samarah wieder in die Saiten und Drums. Ein sehr melodischer und eingängiger Song mit weichen Hintergrundsequenzen.
Der Titelsong „Sci-Fi Sextape“ platziert sich in der Mitte des Albums und begeisterte mich vor allem mit dem abwechslungsreichem Sound. Ein grandioses Stück aus der Kreativwerkstatt von Samarah.
„Frankenstein“ und das dazugehörige Video gibt es schon etwas länger zu bewundern. Im Gesamtpaket allerdings, muss ich sagen, erinnert er mich melodisch und vom Aufbau her ein wenig an die Anfangsstücke.
Gut, dass mit „Rogue One“ wieder ein flotterer Track übernimmt und mit experimentellen Synth-Sequenzen überzeugen kann, genau wie „Odyssey“.
Eines meiner Lieblingslieder auf der Zombienation war unter anderem „Mindcontrol“. Hier auf dem Album in einer abgewandelten Form zu hören, die bei mir nicht weniger Gänsehaut erzeugte, als das Original. Sehr stimmungsvoll und eingängig.
Mit dem Bonustrack „Persecution Complex“ beenden Samarah ihr neues Werk. Zum Abschluss lassen sie noch einmal die Korken knallen und drehen an der Temposchraube. Ein fetziges und rockiges Stück zum Abschluss.

Fazit: Samarah bleiben sich ihrer Linie treu. Sie experimentieren weiterhin in ihren Songs und setzen sich mit überraschenden Akzenten und Sequenzen von der breiten Masse ab. Die Riffs und Marcels Stimme sind gewohnt stark und prägen sich einfach ein.
Sci-Fi Sextape ist ein Album, das gehört werden muss! Das Gute ist, noch habt ihr die Möglichkeit euch das Album direkt auf der Samarah-Homepage gratis herunterzuladen.

Anspieltipp: Sci-Fi Sextape

Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CD

Tracklist:
1. Cameltoe
2. Nostromo
3. Prometheus
4. Veronica Mars
5. Sci-Fi Sextape
6. Frankenstein
7. Rogue One
8. Odyssey
9. Mindcontrol
10. Persecution Complex

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