CD Review: No Heart Country – Jericho

Veröffentlicht: 11. März 2017 von steffischaaf in CD Review
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No heart country2014 erchien mit Bad Sign das Debüt der Bielefelder Dark Folk Post Punk Band No Heart Country. Eine klasse EP, wir wir damals fanden. Jetzt drei Jahre nach der Veröffentlichung haben die Musiker ein neues Werk geschaffen. Ob Jericho an das Debüt anknüpfen kann? Wir haben uns die Scheibe für euch angehört.

Bad Sign startete noch mit einem nachdenklichen und poetischen Intro. Ganz anders als der neue Longplayer Jericho, der attackiert den Hörer direkt mit durchdringenden, schnellen Akkorden und düsterem Text. Die Band hätte mit „Horsehead Man“ keinen besseren Einstieg finden können. „The Poison“ schließt sich dem gnadenlos an und begeistert mit großartigen Gitarrensoli. Das Talent ist hier zum Glück generationenübergreifend. Mit flotten und treibenden Drums startet „I Refuse“, mein Lieblingstitel des neuen Werkes, denn dieser fasziniert mich aufgrund der überraschenden und sehr dominanten Gitarrensequenzen, die sich auch Live sehr beeindruckend anhören.
„I am“ ist ein weiterer Titel auf dem Album, der mich sehr mitreißen kann, nicht unbedingt auf der Tanzfläche, dafür aber im Kopf. Der kürzeste Track mit der intensivsten Wirkung. Man geht in sich und lässt den Text und die Musik auf sich wirken.
Hier muss man auch sagen, dass die Texte, wie auch schon auf Bad Sign, wieder sehr anspruchsvoll und emotional geschrieben sind. Hut ab vor der Umsetzung der Gedanken in diese nachdenklichen und eindrucksvollen Worte.
Einen „sanften“ Abgang bieten uns die Musiker mit „(Non of The) Angels“. Sie demonstrieren noch einmal ihr perfektes und einzigartiges Gitarrenspiel mit Gänsehautgarantie, auf das die Band sehr stolz sein kann. Sie sollten auch weiterhin auf die instrumentalischen Harmonien setzen, denn diese gibt es in so einem Umfang kein zweites Mal und der Wiedererkennungswert liegt somit sehr hoch.

Fazit: Jericho kann Bad Sign definitiv toppen! Dieses Werk ist  sehr professionell, von Kreativität brauchen wir nicht reden und wahnsinnig bewegend und anregend. Eine großartige Weiterentwicklung präsentieren uns da die Bielefelder, gerade instrumental haben sie ordentlich etwas  draufgepackt. Wir sprechen eine absolute Empfehlung aus.

Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CD

Anspieltipp: I Refuse

Tracklist:
1. Horsehead Man
2. The Poison
3. I Refuse
4. Hear my  Name
5. Far from you
6. I am
7. Judas
8. (None Of The) Angels

No Heart Contry Bandcamp-Seite

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