Festivalbericht 10.02 – 12.02.2017 Wacken Winter Nights

Veröffentlicht: 5. März 2017 von guidowein in Konzertreviews, Veranstaltungen
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12552964_222702784735005_8598767543270067748_nAm Wochenende vom 10. bis 12. Februar fanden in dem Festival erprobten Örtchen Wacken die ersten „Wacken Winter Nights“ statt. Es war ein Wintermärchen der besonderen Art. Wenn Wacken zum Festival einlädt, kommen die Fans aus allen Richtungen zum Feiern. Ca. 3500 Hartgesottene kamen zum Teil mit Wohnmobilen oder Wohnwagen oder reisten sogar mit Zelt an. Schnee und Frost statt Matsch und Regen, lange Mäntel statt Kutten und heißer Met und andere Köstlichkeiten statt Bier. Das Konzept eines kleinen Wintermärchen klang einfach und doch faszinierend. Man sucht das passende Gelände, baut einen Mittelalterlichen Markt, richtet Bühnen ein und lädt die passenden Bands wie Unzucht, Mono Inc, Saltatio Mortis, Tanzwut, Versengold oder Subway to Sally und viele mehr ein.

Trotz klirrender Kälte bei dieser Winterveranstaltung war der Veranstalter mit der ersten Auflage des Festivals sehr zufrieden.

Wir sind mit der Premiere der Wacken Winter Nights sehr zufrieden. Es war ein tolles, entspanntes Festival mit Kleinkunst, Gauklern und fantastischen Band“ , so der Veranstalter in einer offiziellen Pressemitteilung.

Freitag:
Den musikalischen Einstand gab um 15.00 die Gruppe Hyttis in der Old Chapel auf dem Festivalgelände. Die große Bühne im Eispalast wurde kurze Zeit später von der Unzucht eingeweiht. Der Eispalast machte seinem Namen alle Ehre. Bei klirrender Kälte im mittleren Minusbereich und mit riesigen Eiszapfen geschmückt, kam man sich vor als sei man ein Teil vom Wintermärchen der Eiskönigin. Die Dark Rocker mit Frontmann Daniel Schulz heizten, gut eingepackt in warmer Kleidung, dem Publikum sofort ein. Am besten half es, sich mit der Musik rhythmisch zu bewegen, um schnellstmöglich die Körpertemperatur zu erhöhen. Die Stimmung war, trotz der eisigen Kälte, von Beginn an ausgesprochen gut.
Als nächste Band war Versengold an der Reihe. Auch hier feierte das Publikum ausgelassen, tanzte und begleitete die Band lautstark bei dem Vortragen der bekannten Songs.
Um 20.00 Uhr trat dann Mono Inc. mit ihrer Unplugged Akustik Show auf. Extrem dick eingepackt zeigte die Band ihr Können. Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war der Gastauftritt von Roland Zeidler, der mit seiner rauhen Opernstimme das Publikum in seinen Bann zog. Trotz der Kälte war auch dieses Konzert ein sehr gelungener Auftritt und wurde mit Beifall belohnt.

Auch die andere Bühne, „Theatre Of Grace“ war immer sehr gut besucht, lag aber auch daran, dass die Bands immer so zeitversetzt gespielt hatten, dass man fast alle Bands im Wechsel ansehen konnte.
Die Britische Band The Dolmen mit ihren mystischen und tanzbaren Songs sorgte mit ihrem Gig beim Publikum für eine ausgelassene und unvergessliche Stimmung.
Gegen 22.15 betraten Saltatio Mortis die Bühne im Eispalast und zeigten dem Publikum ihre fantastische Show, die wie immer außergewöhnlich und mitreißend war.
Den musikalischen Abschluss bildete die schwedische Band Ye Banished Privateers mit ihrem Auftritt im Mystic Woods. Vielleicht auf höchstens 4 Quadratmetern Fläche, eingepfercht von zwei vor dem kalten Wind schützenden Holzwänden, spielte sich die Band mit ihrer lockeren und stimmungsvollen Art sofort in die Herzen der letzten verbliebenen Zuschauer.

Zudem gab es ein großes Rahmenprogramm mit Gauklern, Feuerkünstlern, Straßentheater, Geschichtenerzählern und sonstigen Aufführungen auf vier weiteren kleinen Bühnen, die sich auch bis in das Dorf erstreckten.
Eigentlich erwartet man, dass die Organisation eines Riesenfestivals wie Wacken, alles glatt und ohne Kritikpunkte durch und durch organisiert. Leider gab es ein paar Sachen, die beim nächsten Mal verbessert werden könnten. Das neu eingeführte Cashless Payment Bezahlsystem war sehr Fehler belastet und funktionierte zum Teil nur mit der speziell entwickelten blauen „Wackencard „. Das Bezahlen mit der Sparkassen Giro Card war anfangs gar nicht möglich. Somit bildeten sich sehr schnell lange Warteschlangen an den Aufladestationen. Auf dem gesamten Festivalgelände war es nicht möglich mit Bargeld zu bezahlen.
Auch wäre es schön gewesen, wenn die Veranstalter den Gästen ein Aufwärmzelt, bzw. oder andere Aufwärmmöglichkeiten zur Verfügung gestellt hätten.

Hier einige Eindrücke:

Text und Bilder: Dieter Fischer

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