Interview mit Christian Lebrecht (Golden Apes) zum Dark Spring Festival am 25.03.2017

Veröffentlicht: 19. Februar 2017 von guidowein in Allgemein


16810863_1320846434641251_173244238_oDark Spring Festival 2017 No.8 – Ein Szene Festival in der schönen Hauptstadt Berlin. Seit Jahren ist dieses Festival fester Bestandteil in den Festivalkalendern der Liebhaber der „Echten“ Gothic Atmosphäre. Underground bestehend aus feinsten Gothic Rock, Post Punk, Dark Wave, Alternativ-Rock oder Shoegaze gepaart mit Bands aus allen Herren Ländern, werden sich am 25.03.2017 in Berlin die Ehre geben. Der ehrgeizige Veranstalter Christian Lebrecht, Basser der Golden Apes, stand für uns dieses Mal Frage und Antwort.

Independent Sounds:
Hallo Christian, schön dass Du Dir kurz Zeit für uns genommen hast, um uns ein paar Fragen zu beantworten.

Christian Lebrecht:
Das mache ich doch sehr gerne!

INS:
Wie bist Du/Ihr vor acht Jahren auf die Idee gekommen in Berlin ein Gothic-Festival zu veranstalten?
C.L:
Die Freundin unseres damaligen Schlagzeugers Joe war 2010 im Komitee des SO36 Clubs in Berlin und fragte uns, ob wir gerne einen ausgefallenen Termin übernehmen wollen. Mit nur einem Monat Vorlauf und allerhand Euphorie organisierten wir das 1. Dark Spring Festival und holten uns noch Vendemmian und Pretentious, Moi? aus England und Whispers in the Shadow aus Österreich mit ins Line Up. Das war der Beginn einer sehr spannenden Unternehmung…

INS:
Wer beteiligt sich alles mit an der Planung und Durchführung des Festivals? Ist die komplette Band daran involviert?

C.L:
Nach nunmehr 7 Jahren sind wir, was die Organisation angeht, ein sehr gut eingespieltes Team zu dem nicht nur die Musiker der Golden Apes zählen, sondern sich auch noch ein paar sehr gute Freunde der Band gesellt haben. Jeder macht das was, er am besten kann, die einen beschäftigen sich mit der Promotion, Sänger Peer kümmert sich um die gesamte grafische und konzeptionelle Umsetzung. Ich befasse mich hauptsächlich mit dem Kontakt zu den auftretenden Künstlern und delegierte alle technischen Anforderungen an die Location. Am Tag des Festivals haben wir noch zwei gute Freunde, Ian und Boto, dabei, die sich um die Bandbetreuung kümmern. Und so hat jeder seine kleine Aufgabe um das „ganze Große“ zum Erfolg zu führen.

 INS:
Warum gerade Berlin? Wurden auch andere Städte in Erwägung gezogen?

C.L:
Da wir alle in Berlin wohnen lag es nahe, das Festival hier in vertrauter Umgebung zu veranstalten.

INS:
Was macht diese Veranstaltung so besonders bzw. einzigartig?

C.L:
Das besondere oder auch einzigartige am Dark Spring ist wohl die Tatsache das wir als Veranstalter auch gleichzeitig Musiker sind und wir unsere Auswahlkriterien nicht einzig und allein nach dem finanziellen Marktwert eines Künstlers (sowie auf großen Festivals) sondern nach dessen musikalischer Qualität und Authentizität auslegen. Ein Festival von Musikern organisiert und für Musikliebhaber gemacht. Von Anfang an war ein Grundgedanke, ein Festival mit einer Musikauswahl zu gestalten, zu dem auch wir uneingeschränkt als Zuhörer gehen würden, und, wie auch ein Kritiker nach dem ersten Festival bemerkte, 2 Gitarren sind wohl Grundvoraussetzung auf der Bühne.

 INS:
Was bedeutet Euch dieses Festival?

C.L:
Statt über andere Veranstaltungen zu debattieren haben wir uns dazu entschieden es besser zu machen als die „großen“ und haben vor 8 Jahren alles ins Leben gerufen. Wie sehr uns das Festival und die Idee dahinter am Herzen liegt, zeigt unser langer Atem der auch nach kleineren finanziellen Schwierigkeiten immer noch durchhält. Unser Herzblut und der stetig steigende Erfolg und die Zustimmung des Publikums zeigen uns, daß wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.

INS:
Wie hoch ist der organisatorische Aufwand wie z.B der Vorlauf?

C.L:
Mit den Jahren ist eine gewisse „Routine“ in den Ablauf der Vorbereitungen gekommen, das lässt uns etwas entspannter arbeiten und doch ist jedes Festival auf ein neues, eine große Herausforderung. Und getreu dem Motto „nach dem Festival ist vor dem Festival“ fängt unsere Vorbereitung meist schon unmittelbar nach dem vergangenen Festival wieder an und die ersten Bandgespräche beginnen.

INS:
Wird es in der Zukunft ein Dark Spring Festival mit noch mehr Bands und zwei Veranstaltungstagen geben?

C.L:
Es soll überschaubar bleiben. 2 Tage und mehr Bands sind nicht geplant.

 INS:
Das Dark Spring Festival findet sehr früh im Jahr statt. Es gehört somit zu den ersten Gothic-Alternativen Veranstaltungen im Jahr. Ist es folglich für Euch eine besondere Herausforderung? Was für Erwartungen sind damit für Euch verbunden?
C.L:
Da mittlerweile Indoor-Festivals das ganze Jahr über stattfinden ist es eigentlich egal zu welcher Jahreszeit man ein Festival veranstaltet. Man freut sich nur umso mehr wenn sich nicht ähnliche Veranstaltungen terminlich überschneiden. Die hohen Erwartungen, die an das Dark Spring Festival gestellt werden, liegen ja in dem interessanten Wechselspiel zwischen beliebten Klassikern und frischen Neuentdeckungen, somit ist es ja egal zu welcher Jahreszeit, ob am Anfang, zur Mitte oder Ende des Jahres ein stimmiges Line Up präsentiert wird.

INS:
Nach welchen Kriterien wählt Ihr die teilnehmenden Bands aus?

C.L:
Als wichtigstes Kriterium für unsere Auswahl ist: die Band muss uns gefallen…dann muss ihre Musik in gewisser Art und Weise einzigartig und dem Post Punk, Gothicrock, Dark Wave oder Shoegaze zuzuordnen sein…und sie darf nach unserem Ermessen in keiner Weise dem Mainstream angehören.

INS: Wir danken Dir, dass Du uns einen kleinen Einblick in Dein „Veranstalter Leben“ gegeben hast.
C.L:
Und ich bedanke mich für euer Interesse.

Wer noch viel mehr über das brillant organisierte Dark Spring Festival in Berlin wissen möchte, hat auf Facebook und auf der Hompage des Veranstalters und natürlich mit uns von Independent Sounds die Möglichkeit sich zu informieren und/oder mit einem der freundlichen Admins in Kontakt zu treten.

www.facebook.com/darkspringfestival

www.goldenapes.com

www.binuu.de

 

 

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