CD-Review: Golden Apes – Malus (VÖ:25.11.2016)

Veröffentlicht: 19. November 2016 von steffischaaf in CD Review
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golden-apesSeit fast 20 Jahren machen die Jungs von den Golden Apes aus Berlin Musik. Nach dieser langen Zeit hat sich natürlich ihr Platz in der „schwarzen“ Szene gefestigt. Am Anfang noch stark durch den Dark Wave und Postpunk inspiriert fanden sie über die Jahre hinweg ihren Weg zum Rock und zur Melancholie. Mit der dunklen, melancholischen Stimme von Peer, den kraftvollen Gitarren und den imponierenden Soundmischungen schaffen sie es immer wieder ihre Fans zu überraschen und in den Bann zu ziehen.
Am 25.11.2016 erscheint ihr neues Album Malus. Dieses haben wir für euch genauer unter die Lupe genommen.

13 Songs warten auf den Hörer. Bereits mit dem Opener „Cedars of Salt“ demonstrieren die Berliner ihre gesammelte Kreativität aus den letzten zwei Jahren. Ein ruhiger Synthi-Einstieg gepaart mit sanften Saiten und dem gefühlvollen, Gänsehaut einflößenden Gesang von Peer lassen den Hörer eintreten in die Welt der Golden Apes. Ein grandioser Einstieg, der Lust auf mehr macht. „Ignorance“, ein Titel, der das perfekte Zusammenspiel der Band hervorhebt und druckvoll aus den Boxen schallt. Einer meiner persönlichen Lieblingstitel des Albums.
„Halving Moons“ berührt mit Melancholie und zeigt eine weitere Stärke der Golden Apes. Das Gefühlvolle drängt sich ins Gehör und verschafft sich einen hartnäckigen Platz und einen bleibenden Eindruck. Mit treibenden, kraftvollen Drums und leise gezupften Saiten verleitet „Verity“ zum Tanzen. Auch hier steht die dunkle und leicht aggressive Stimme von Sänger Peer im Vordergrund. Toller Song, bei dem man einfach nur aufspringen und sich bewegen möchte.
Ein wundervolles, sehr ruhiges und harmonisches Stück findet sich in „Missing“. Hierzu holten sich die Apes weibliche Unterstützung mit Arianna Froxeanne von der italienischen Band Frozen Autumn. Die zarten Vocals geben dem Song das gewisse Etwas und sind eine wunderbare Überraschung auf dem Album. In den nächsten Songs bleibt sich die Band weiterhin treu und lässt den Hörer einfach in einer Welt aus Synths, Gitarren und tiefer Stimme zurück. Abwechslungsreicher stellt sich dafür dann wieder der Titel „Malady“ vor. Gefühlvoll, melancholisch: Weiche Sequenzen wechseln sich ab mit tollen Gitarreneinlagen, so dass man erneut mit einer Gänsehaut vor der Anlage sitzt.
Nach erstmaligem Hören meint vielleicht der ein oder andere die Songs wären alle sehr ähnlich. Deswegen: Öfters hören und in den Genuss der Feinheiten kommen!

Fazit: Die zwei Jahre Kreativpause haben sich gelohnt und die Golden Apes haben ein Album zusammengestellt mit wundervollen Stücken, voller Melancholie, Rock und Synths. Es läd zum Tanzen, Träumen und Nachdenken ein und ist sicherlich eines ihrer stärksten Werke, die sie auf den Markt gebracht haben. Absolute Kauf – und Hörempfehlung! Für die Liebhaber und Fans der Golden Apes ein Muss im Plattenregal!

Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CD

Anspieltipp: Verity

Tracklist

01. Cedars of Salt
02. Ignorance
03. Halving Moons
04. Verity
05. Drown
06. Grinding Mills
07. Missing
08. Occam´s Razor
09. Correlation
10. Shadowplay
11. Malady
12. Sermon in the Vale
13. Malus

CD-Bewertungssystem:

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Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CD    = Gut gelungen

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