Interview mit Adam is a Girl im Rahmen der 20 Years NOYCE™ Anniversary Show am 12.11.2016

Veröffentlicht: 6. November 2016 von guidowein in Allgemein, Interview
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adam_logo_swDie Berliner Synth-Pop Band Adam is a Girl besticht durch ihre gefühlvollen, atmosphärischen Melodien und Texten. Anjas eindringliche Stimme bleibt im Kopf und wirkt somit lange nach. Einflüsse von Björk und Massive Attack sind hier unüberhörbar. 2011 fiel der Startschuss für eine einzigartige Komposition aus tanzbaren und nachdenklichen Dream-Future und Synth Pop der besonderen Art. Für Noyce Tm Grund genug, die jungen und innovativen Musiker Anja Adam & Alex Pierschel, zu ihrer 20 Years NOYCE™ Anniversary Show am 12.11.2016 im Düsseldorfer Stahlwerk als Unterstützung einzuladen. Was uns die Künstler über sich und die Entstehung ihrer traumhaften Klänge zu erzählen haben, erfahrt ihr in diesem feinen Interview.

Independent Sounds:
Wer steckt hinter
Adam is a Girl?
Adam is a Girl:
Adam is a Girl ist ein Electro Pop Duo aus Berlin bestehend aus Anja Adam und Alex Pierschel – zwei Kinder der Achtziger und Neunziger.

INS:
Wie würdet ihr Eure Musik beschreiben?
AiaG:
Wir produzieren Stücke mit tanzbarer Melancholie. Mal elektronisch, mal etwas rockiger. Das ist genau die Mischung, die aufgrund unserer unterschiedlichen, musikalischen Einflüsse aus uns heraus kommt.

INS:
Was macht Euer Projekt besonders?
AiaG:
Alex: Anjas unverwechselbare Stimme macht die Musik besonders. Außerdem lassen sich unsere Songs nicht wirklich einem Genre unterordnen. Nicht alle unsere Songs sind Electro Pop, sondern eine Mischung aus vielen Genres. Ich glaube, die meisten Leute können uns nicht gleich einordnen und lassen die Musik dann einfach erstmal wirken. Das ist etwas besonderes und genau so soll es auch sein.

INS:
Was und wen wollt Ihr mit Euren Songs erreichen?
AiaG:
Anja: Wir schreiben unsere Songs nicht für eine bestimmte Zielgruppe. Leute treffen eher zufällig auf unsere Musik und sind interessiert. Sie bleiben dann stehen und verweilen darin. Es ist berührend, wenn uns Nachrichten von neuen Fans erreichen, die uns von ihrem Bezug zu unserer Musik berichten.
Alex: Ich weiß zwar nicht, ob die Leute beim Hören unserer Musik ähnliches fühlen wie wir beim Schreiben der Songs, aber es wird auf jedenfall etwas Gutes übertragen. Das zu spüren ist toll.

INS:
Was hat Euch bewogen Musik zu machen?
AiaG:
Alex: Es gibt keinen nennbaren Grund, außer dass wir einfach Lust drauf haben. Bei mir fühlt es sich an, wie eine Sucht nach Kreativität. Es ist wie die Suche nach einem unbekannten Schatz oder wie bei einem Alchemisten, der in seinem Labor nach neuen Formeln sucht. Ich finde sehr spannend, wenn Musik entsteht, die einem irgendwie bekannt vorkommt, obwohl sie überraschend und neu ist. Außerdem entsteht ein riesiges Glücksgefühl, wenn wir einen neuen Song erschaffen haben. Das kann schon süchtig machen.

INS:
Was macht gute Musik für Euch aus?
AiaG:
Anja: Gute Musik berührt die Menschen. Egal ob sie die Hörer in gute Stimmung versetzt, sie zum Tanzen bringt oder längst unterdrückte Tränen fordert – Musik ist gut wenn sie berührt.
Alex: Es gibt Musik für jede Lebenslage. Die richtige Musik im richtigen Moment tut einfach gut.

aiag_bandbildINS:
Welche Bands beeinflussen Euch? Welche Alben haben Euch geprägt oder begeistert?
AiaG:
Anja: Künstler, die mich beeinflussen, gibt es wirklich viele. Drei davon sind Regina Spektor, Editors und Björk. Als Alben nenne ich Bon Jovi – „These Days“, HIM – „Razorblade Romance“, Björk – „Debut“.
Alex: Ich nenne in jedem Interview andere Lieblingsalben, dann kommt keine Platte zu kurz: Depeche Mode – „Music for the Masses“, Future Sound of London – „Lifeforms“ und Boards of Canada – „In a Beautiful Place“!!!

INS:
Welche Musik hört Ihr zu Hause, unterwegs oder beim Sport?
AiaG:
Anja: Beim Sport höre ich die schrecklichsten Pump-Electro-Remixe, die man sich vorstellen kann. Es ist furchtbar, aber effektiv. Zu hause entdecke ich momentan viele kleinere, mehr oder weniger unbekannte, Bands wie z.B. The Picturebooks, Lydia Ainsworth, From Kid, New Portals, Oh Wonder, Cathedrals und The National.

INS:
Eine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
AiaG:
Anja: Ein Höhepunkt war definitiv unser Videodreh zu SOLDIER. Es war unglaublich anstrengend aber auch sooo lustig und abenteuerlich. Unser Regisseur Rafal Drosik is the man!! Echt klasse! Seine Zauberkünste kann man bei Youtube auf unserem Kanal ADAM IS A GIRL bestaunen.
Alex: Konzertpannen sind immer kleine Tiefpunkte. Es passiert fast jedes Mal etwas Unerwartetes. Manchmal sogar so, dass man am liebsten einfach nur wegrennen will. Dann muss man irgendwie improvisieren. Augen zu und durch.

INS:
Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele habt Ihr Euch selbst gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
AiaG:
Anja: Wir haben sehr viel Songmaterial, das auf eine Studioproduktion wartet. Dafür sind wir im Moment auf Labelsuche. Außerdem könnt ihr uns bald in weiteren deutschen Städten live erleben.

INS:
Welche Rolle spielen für Euch Live-Auftritte und was empfindet Ihr dabei?
AiaG:
Anja: Live-Auftritte sind der direkte Kontakt mit Fans und neuen Hörern. Du bekommst direktes Feedback. Das ist spannend und bisher immer eine gute Erfahrung für uns.
Wenn es uns gelingt, während des Konzerts ganz und gar in die eigenen Songs einzutauchen, wird es die beste Performance. Dann endet der Abend mit einem unbeschreiblichen Glücksgefühl. Das ist sehr intensiv für uns – erfüllend und auspowernd zugleich.

INS:
Am 12.11.2016 seid Ihr zu Gast bei NOYCE™ im Stahlwerk in Düsseldorf. NOYCE™ feiern an diesem Abend ihr 20 jähriges Band Jubiläum. Ist es für Euch daher ein besonderer Auftritt in Düsseldorf? Woher kennt ihr NOYCE™? Gibt es den Kontakt zwischen Euch schon länger?
AiaG:
Anja: Wir werden NOYCE™ an diesem Abend zum ersten Mal treffen und sind schon sehr gespannt auf die Jungs. Florian Schäfer hat uns kontaktiert und zum Jubiläumskonzert eingeladen. Eine große Ehre für uns. Es wird ein charmanter Abend werden, um es mal in seinen Worten zu formulieren.
Alex: Natürlich ist das ein besonderer Auftritt für uns. Hier sieht uns ein neues Publikum, das unsere Musik noch nicht kennt. Wir freuen uns schon sehr drauf.

INS:
Was fällt Euch als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Anja // Alex
Musik: Seele // Gutes Gefühl
Kindheit: Freiheit // Alles ist möglich
Blockade: Aufstehen // Entknacksen
Auftritt: Endorphine // Kribbeln im Bauch
Heimat: Birkenwald // Familie

Vielen lieben Dank für das tolle Interview!
Gerne (lächel)

Homepage von Adam is a Girl
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