Konzertbericht: 02.09.2016 Dark Electro Night im movie Bielefeld

Veröffentlicht: 7. September 2016 von guidowein in Allgemein
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13701245_1151664334853721_7527007654914421946_oAm 02.09.2016 war es soweit: Die erste Ausgabe der Dark Elektro Night mit anschließender Aftershowparty ging an diesem sonnigen Freitagabend im Movie Bielefeld an den Start. Angesichts des brillanten Line-ups von drei hervorragenden Bands war von einem guten Besucherandrang auszugehen. Diese fanden allerdings nur schleppend den Weg in die wunderbare Location. Gegen 20:00 Uhr öffneten sich die „Tore“. Nach und nach füllten sich die heiligen Hallen mit den hoffentlich tanzwütigen Elektro-Fans.
Auch an diesem Abend hat der Veranstalter DJ Thomas Wave wieder einigen Arbeitslosengeld II- Beziehern die Möglichkeit gegeben, mal alle Sorgen hinter sich zu lassen und einfach gute Musik zu genießen und zu feiern. POS:.2 aus Bielefeld, Intent:Outtake aus Leipzig und Me The Tiger aus dem schönen Schweden waren an diesem Abend bereit, dem Festival-Besucher tolle Shows zu präsentieren.

14199762_580701822109890_6621915283010488275_nPOS:.2 alias Matthias aus Bad Salzuflen und Thorsten aus Bielefeld starteten ihr Heimspiel, wie Thorsten es erwähnte, pünktlich um 21:00 Uhr mit „No Time To Waste“ in einen excellenten Festivalabend. Mit jedem weiteren gespielten Song verschwand auch Thorstens Unsicherheit, dennoch merkte man den beiden sympathischen Jungs ihre wenige Bühnenerfahrung schon an. Aber je länger sie spielten, umso mehr brach es aus beiden heraus und sie wurden lockerer. Tanzeinlagen und coole Moves zogen sich durch die weiteren Stücke wie „Friends“,“Neonlicht“ und ihr aktuellestes Stück aus dem kommenden Album Circuits, „So lonely„. Die anwesenden POS:.2 Fans tanzten, sangen und feierten ihre zwei Electropop-Helden bis zur letzten Strophe. Ein guter und gelungener Einstieg in den Abend, wie wir fanden.

14238276_580703495443056_5617342818512613225_nIntent:Outtake kamen als zweiter Act auf die Bühne. Sänger Bastian Polak und Mastemind Andreas Engleitner boten eine hammergeile Bühnenpräsenz. Dazu dann noch diese aggressive und doch feinfühlige  Gänsehautstimme von Basti, die uns regelrecht den Atem nahm. Es war anzunehmen, dass das erwartungsvolle Publikum verdammt nochmal sich zu bewegen hatte. Vor der Bühne war dementsprechend einiges los, sowohl Band, als auch das Auditorium hatten sichtlich ihren Spaß. Enttäuscht wurde hier wohl niemand, denn die Songauswahl war grandios. „Im Namen des Herren“, „Die Angst“, „The Egde“ und natürlich nicht den Knaller-Song „Neustart“ zu vergessen. Der Auftritt dauerte ungefähr 45 Minuten, ich hätte mir die Herren von Intent:Outtake auch gerne noch ein, zwei weitere Stunden zu Gemüte führen können, aber leider ließ das Time-Table dies nicht zu. Nichtsdestotrotz war es ein brillanter Gig der zwei Leipziger, der allen Anwesenden wohl lange in Erinnerung bleiben wird.

14233016_580704708776268_9037887124924604118_nAls letzter Act des Abends stand der „Headliner“ Me The Tiger aus Falun in Schweden in den Starlöchern. Gabriella (Gesang und Syhnts), Tobias (Gitarre und Syhnts) und  Jonas (Drums) enterten die Bretter und unter Beifall dreschte der erste Song „Dreams“ durch die Lautsprecher. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass der Sound und das typisch für ein Elektro Konzert gewählte schummrige Licht excellent abgestimmt waren. Das Publikum, das auf gut und gerne ca. 100 angestiegen war, sah es wohl auch so und feierte die drei Musiker lauthals mit. Gabriella überzeugte stimmlich auf ganzer Linie. Trotz kleinem Babybäuchlein ließ sie sich es nicht nehmen mit vollem Körpereinsatz zu performen. Das galt auch für Tobias, der mit seiner Gitarre die komplette Bühne einnahm und viel Herzblut und Spielfreude an den „Abend“ legte. Zudem suchte er auch den Kontakt zu den Fans und hängte kurzum seine Gitarre nicht an den Nagel sondern um eine verdutzte Zuschauerin, die dann auch einen Platz auf der Bühne fand und Teil der Band wurde.  Tracks wie „My Heroine“, „Never Said“, „As We Really Are“ und zu guter letzt „Everthing I Am“ ließen den Gig der drei sympathischen Künstler wie im Flug vergehen. Es hat wirklich Spaß gemacht!

Im Anschluss an den stimmungsvollen Elektro Abend hatten die Gäste bei der Aftershow Party, mit DJ Thomas Wave an den Reglern und Plattentellern, noch die Möglichkeit bis in das Morgengrauen abzuzappeln. Rundum muss ich sagen, dass es eine tolle Veranstaltung war. Leider war der Besucheransturm ausgeblieben. Das machte uns sehr traurig, denn was möchte der potenzielle Konzert-Besucher denn noch alles geboten haben, als bei diesem perfekt aufgestellten und organisierten Konzertabend? Ich wünschte mir wirklich, dass das Publikum kleineren Veranstaltungen die mit viel Mut, Hingabe und Herzblut organisiert werden, besser besucht werden und das viele einfach auch mal über ihren Schatten springen. Es wäre famos wenn sich die „schwarze Szene“ wieder auf ihren Ursprung besinnt und auch kleineren, noch unbekannteren Bands eine Chance gibt und das im Club um die Ecke.
Daher unser Appel an Euch : „Support Your Local Clubs And Bands„!

Setlist

POS.:2

  • No time to waste
  • Tonight
  • Friends
  • Sleepless
  • Neonlicht
  • Only Electropop
  • The game
  • So lonely
  • Darkroom

Intent:Outtake

  • Equilibrium
  • Before i go
  • Im Namen des Herren
  • Der Mammon
  • Die Angst
  • Der letzte Tanz
  • Neustart
  • Evolution
  • Salt in their wounds
  • The Edge
  • Belüg mich nicht
  • Durch meine Augen
  • Seek and Destroy

Me The Tiger

  • Dreams
  • Pocket
  • My Heroine
  • Slottet
  • Ariana
  • Headlines
  • Ambulance
  • 2013
  • Never said
  • What Promises
  • As we really are
  • All we had
  • Like Feathers
  • Everthing i am
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