Fundstück der Woche: Dan Scary

Veröffentlicht: 24. Juli 2016 von steffischaaf in Fundgrube, Interview
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danscaryletterFür einen Künstler ist es sicherlich eine große Herausforderung Songwriting, Gesang, Gitarre und Programming allein unter einen Hut zu bringen. Und solche Künstler sind auch eher selten in der Musikwelt vertreten. Einen davon möchten wir euch heute näher vorstellen. Vorhang auf für Dan Scary:

Wer steckt hinter Dan Scary?
Hinter Dan Scary steckt Daniel Url, zuständig für Songwriting, Gesang, Gitarre und Programming. Quasi eine düstere Ein-Mann-Band.

Wie würdest Du Deine Musik beschreiben?
Der Oberbegriff schimpft sich Darkpunk, eine wilde Mixtur aus Früh 80er Punk, Gothic, Deathrock mit elektronischen Elementen, immer bemüht, bewusst unangepasst zu sein.

Was macht Dein Projekt besonders?
Es entstand während meiner Krebserkrankung 2013, als Ventil und Selbsttherapie, zu überleben und den ganzen Scheiss zu verarbeiten.

Was und wen möchtest Du mit Deinen Songs erreichen?
Erreichen möchte ich natürlich jeden, der sich auf meinen Sound und meine Texte einlässt. Da ich großteils textlich sehr sozialkritisch agiere, möchte ich natürlich wachrütteln und den Finger in die Wunde stecken, was die Frage beantwortet, was ich mit den Songs erreichen möchte. Des weiteren möchte ich Genregrenzen einreißen. Grenzen engen ein und die Musik sollte Freiheit genießen.

Was hat Dich bewogen Musik zu machen?
Musik mache ich mittlerweile seit 1991 in verschiedenen Bands. Ich bin ein Kind der 80er und als ich 1982 in der Musiksendung Formel 1 den Auftritt der Ärzte gesehen habe, dachte ich als 7jähriger: Das möchte ich auch machen.

Was macht gute Musik für Dich aus?
Sie muss authentisch sein, möglichst unangepasst. Ich bin dauerhaft auf der Suche nach Undergroundbands, wie mich, die sich noch ehrlich den Arsch aufreißen. Durch meine Liveauftritte habe ich da schon einige tolle Musiker kennengelernt.

danscary druckWelche Bands beeinflussen Dich? Welche Alben haben Dich geprägt oder begeistert?
Die Bands namentlich aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Mein Haupteinfluss sind FLIEHENDE STÜRME, eine Band , die über Jahre hinweg ihr Ding durchzieht, dafür meinen größten Respekt. Ansonsten bin ich sehr Retro, was das betrifft. Punk, Gothic und Artverwandtes aus den 80ern, als Musik noch einen hohen Stellenwert hatte.

Welche Musik hörst Du zu Hause, unterwegs oder beim Sport?
Alles oben genannte und sehr viel junge Undergroundbands, allerdings eher nicht beim Sport, habe da nicht so einen Hang zu.

Eine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
Mein absoluter Höhepunkt bisher war mein Auftritt beim Indie Gothic Festival 2014 in Goslar. Ein super DIY Festival und ein sehr dankbares Publikum. Meinen absoluten Tiefpunkt hatte ich bei einem Heimspiel im Sauna-Club Wolfsburg. Das Publikum hatte während meines Gigs nach und nach den Raum verlassen. Das war bitter.

Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele hast Du Dir gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
Auf jeden Fall viel live spielen. Mein neues Album „Als ich aufhörte zu schweigen Kapitel 3“ erschien im März 2016. Liveauftritte sind noch in der Planung. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, kann gern mal meine Seite besuchen.

Welche Rolle spielen für Dich Live-Auftritte und was empfindest Du dabei?
Liveauftritte sind mir extrem wichtig. Die Bühnenpräsenz ist mir unheimlich wichtig, der Kontakt zum Publikum und das Kennenlernen anderer Musiker, mit denen ich auch danach im Kontakt stehe.

Was fällt Dir als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Musik: Lebensinhalt
Kindheit: ein steiniger Weg
Blockade: hatte ich schon beim Songwriting, geht aber vorbei.
Auftritt: gerne viel
Heimat: ist, wo meine Familie ist!!

Dan Scary – Bandcampseite

 

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