CD-Review: EGOamp – 1/0

Veröffentlicht: 9. Juni 2016 von guidowein in Allgemein, CD Review
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41UWd8BNqZL._SS280Nach 2011 und ihrem Album Release von Welcome to the Cabinet geben die  Holstenwaller Synth-Pop-Waver ein weiteres Lebenszeichen mit dem neuen Silberling 1/0 von sich. Ob es ein weiterer Meilenstein für die bemerkenswerten und ausdrucksstarken Stummfilm-Künstler geworden ist, wollten wir uns mal etwas genauer ansehen.

Mit einem Intro namens „Battle of World“ startet EGOamp in bester Jean Michel Jarre-Manier in ihr neues Album 1/0. Weiter geht es mit der Singleauskopplung „1/0“. Dieser schmissige Song hat es in der Tat verdient von einem Video unterstützt zu werden. Leichte, verständliche und eingängige Textpassagen und schnelle Beats per Minute gehen in die Beine. Ebenfalls tanzbar und absolut clubtauglich ist das Stück „Ich geh nach vorn (Like a Robot)“. Der Song „Puppet of Joy“ und „Escape to Mars“ kommen mir etwas überladen vor und ist in meinen Ohren einfach nicht stimmig und rund. Es verwirrt den Hörer und es ist nicht einfach eine klare Linie in diesen Stücken zu finden. Eine schöne Idee sind die Instrumentalstücke wie „Battle of the Worlds“, „Mèliès“, „Tin Toy Robot“. Beim Hören dieser Stücke kommen mir Vergleiche mit Welle Erdball in den Sinn. Schön gemacht und mit Kopfhörern auf der Couch ein wahrer Genuss.„Neonshein“, ein feiner Mix aus Synths und Keyboards abgerundet mit einem eingängigen Refrain und einer wohlklingenden weiblichen Gesangspartnerin. Wir hatten die EP vor gut einem Jahr auf den Zahn gefühlt und für annehmbar befunden. Hier könnt ihr nachlesen, was wir damals darüber zu sagen hatten. Viele Songs regen, dank der einfachen und gut verständlichen Texte, zum Nachdenken, Träumen und Grübeln an.“Mesmerized“ ist einer dieser Titel, der mich persönlich sehr berührt hat. Für mich ein Highlight auf diesem Album, das zugleich auch den Abschluss für diesen Silberling bedeutet.

Unser Fazit für dieses Album ist mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Zwar kommt 1/0 etwas gereifter als noch das Debütalbum herüber, doch finde ich die Stimme von Asmodi Caligari oft etwas unglücklich in Szene gesetzt. Es ist nicht so, das es eine schlechte Stimme ist, doch harmoniert sie meiner Meinung nach oft nicht mit dem instrumentalen Hintergrund. Das Album ist abwechslungsreich und gerade mit dem gekonnten Instrumentalstücken eine Ruhepol und weckt Sehnsüchte nach noch viel mehr davon zu hören und endlos weiter zu träumen. Rundum kann ich sagen das 1/0 ein Synthiepop Album geworden ist, das sicherlich ihre Liebhaber haben wird. Mir persönlich fehlt es da leider noch etwas an Professionalität. Nichtsdestotrotz bewegen sich EGOamp in die richtige Richtung und es bleibt weiter zu hoffen, dass die Hamburger Formation am Ball bleiben und ihr Können weiter ausbauen. Wir behalten ihre Arbeit mit Freuden im Blick und sind gespannt auf weitere klangliche Ergüsse von EGOamp.

Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CD

Anspieltipp:
Mesmerized, Mèliès

Trackliste
01. Battle of the World
2. 1/0
03. Puppet of Joy
04. Ich geh´nach vorn (Like a Robot)
05. Borderline
06. Escape to Mars
07. Mèliès
08. Neonshein
09. Tin Toy Robot
10. Iron and Steel
11. Mindmachine
12. Mesmerized

Erscheinungsdatum : 6. April 2016
Label: Uniting Sound Media
Gesamtlänge: 43:34

Amazon:9,99€

CD-Bewertungssystem:

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Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CD    = Gut gelungen

Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CD        = Annehmbar

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