Fundstück der Woche: Phosphor

Veröffentlicht: 13. März 2016 von steffischaaf in Bandportrait, Fundgrube, Interview
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Titelleiste copyAnfang Februar stellten wir euch das Debütalbum [raum/zeit] der süddeutschen Band Phosphor vor. Jetzt wird es auch mal Zeit die Band genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer dahinter steckt und was sie für die nächste Zeit geplant haben, erfahrt ihr hier:

Wer steckt hinter Phosphor?
Ben: Hinter PHOSPHOR steckt ein Haufen Verrückter! Im Speziellen sind das Chris Lang und Chavo Valchev an den Gitarren, Mike Spanner am Bass, Andi Gmeinwieser am Schlagzeug und meine Wenigkeit, Ben Richter, am Mikro.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Ben: Harte, metal-lastige Gitarren-Musik mit deutschen Texten, einprägsamen Melodien und nachvollziehbaren Arrangements. Oder kurz: Neuer Deutscher Metal

Was macht euer Projekt besonders?
Ben: Musikalisch kann ich das schlecht beurteilen, das überlasse ich lieber anderen. Aber als Band ist Phosphor etwas ganz besonderes, da eine gemeinsame Energie da ist, die kaum einer von uns in vorherigen Bands so erlebt hat. Auch wenn wir uns zum Teil erst relativ kurz kennen stimmt einfach die Chemie zwischen uns. Das mag daher kommen, dass wir alle ja schon einige Erfahrungen in Bands gesammelt haben und jeder genau weiß, was er will und was ihm wichtig ist. Und da hier die Schnittmenge wirklich sehr groß ist, macht es einfach einen Heiden-Spaß…

Was und wen wollt ihr mit Euren Songs erreichen?
Ben: Zum einen hoffen wir den Leuten mit unseren Songs irgendetwas schenken zu können. Musik kann einem ja sehr viel geben. Sie kann uns aus Tiefs helfen, uns antreiben und mitreißen, dafür sorgen, dass wir uns irgendwie verstanden fühlen – sie kann ganz einfach der Ausdruck unseres Selbst sein. Und wenn wir das dem einen oder anderen geben können, wäre das phantastisch. Darüber hinaus wollen wir die, die offen dafür sind, zum nachdenken bringen. Unsere Texte sind ja durchaus „gehaltvoll“… Und somit hoffen wir natürlich viele Menschen zu erreichen – egal auf was sie so stehen.

Was hat Euch bewogen Musik zu machen?
Chris: Ursprünglich war es der Wunsch bei Frauen Eindruck zu schinden (grinst), aber auch meine eigene Musik zu schaffen.
Ben: Hui, bei mir ist das ja schon ein bisschen her… Ich wollte anfangs wohl einfach meinen Idolen nacheifern und natürlich war es „cool“ in einer Band zu sein. Später wurde die Musik dann ein unglaublich wichtiges Ventil um meine Gefühle und Gedanken zu verarbeiten und mich von vielem zu befreien, was mich sonst erdrücken würde.
Chavo: Musik zu machen ist für mich die direkteste Kunstform!

Was macht gute Musik für euch aus?
Chris: Eingängige Melodien die im Ohr bleiben.
Chavo: Sie muss bewegen, sowohl innerlich, als auch physisch!

phosphor_01Welche Bands beeinflussen euch? Welche Alben haben euch geprägt oder begeistert?
Ben: Da gibt’s unendlich viele – ich bin da absolut nicht festgelegt. Und das ist auch Genre-übergreifend. Es gibt vielleicht drei, vier Künstler die mich ganz besonders begleitet haben und dies auch noch tun. Das sind wohl „Fields of The Nephilim“, „New Model Army“ und „Suzanne Vega“
Chavo:
Von Industrial bis Death Metal oder Blues und Jazz… es ist unmöglich sich nur auf eine bestimmte Musikrichtung zu konzentrieren. Beeinflusst haben mich Hysteria (Def Leppard), Arise(Sepultura), Soul Of A New Machine (Fear Factory) , The House is Rockin´ (Steve Ray Vaughan), Alien Love Secrets (Steve Vai). Das waren einige am Anfang. Und bis heute versuch ich was neues und aktuelles zu entdecken.
Chris: Zu den prägendsten Interpreten zählen für mich Testament, Kreator und Pantera. Zu meinen Lieblingsalben gehören hier „Practise What You Preach“, „Coma of Souls“ und „Violent Revolution“.

Welche Musik hört Ihr zu Hause, unterwegs oder beim Sport?
Chris: Zur Zeit spricht mich vor allem „Got Your Six“ von Five Finger Death Punch und „Prevail“ von Katalysm an.
Chavo:
Unterschiedlich, das wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Es kann sein, dass ich nach Laidback („Sunshine Reggae“) ein paar Songs von Napalm Death laufen lasse….
Ben: Das kommt ganz auf meine Stimmung an. Wenn ich’s härter brauche, läuft zurzeit ziemlich oft die letzte „Lamb of God“, „Deftones“ und „Callejon“. Sonntags nach dem Aufstehen hab ich’s gerne entspannter, da hör ich dann sowas wie „Tired Pony“ oder „The National“.

Eine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
Ben: Da Phosphor ja gerade mal seit Anfang 2015 existiert, gibt’s da noch nicht so viel zu erzählen. Ein Tiefpunkt zur Zeit der Bandgründung war sicherlich, als kurz vor dem Dreh des Videos ein Musiker völlig überraschend ausstieg. Da ich zu der Zeit auch noch nach einem Gitarristen gesucht habe, war ich kurz davor das Ganze hinzuschmeißen…Und Höhepunkte? Da lassen wir uns mal überraschen was die Zukunft so schönes bringt…

Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele habt ihr euch selbst gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
Ben: Am 19.02. kam unser erstes Album „Raum/Zeit“ auf den Markt. Dazu werden wir dann im März und April ausgiebig Konzerte spielen. Für den Sommer hoffen wir noch das eine oder andere Festival mitnehmen zu können und im Herbst geht’s eventuell auf (Support-)Tour. Und dann beginnen auch schon die Arbeiten fürs nächste Album.

Welche Rolle spielen für euch Live-Auftritte und was empfindet ihr dabei?
Chris: Live-Auftritte spielen eine große Rolle, da hier der persönliche Kontakt zum eigenen Publikum entsteht. Dies ist immer ein individuelles Erlebnis.
Chavo:
Unglaublich intensiver Energieaustausch!!!

Was fällt Euch als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Ben:
Musik: motivierend, heilend, ausgleichend, antreibend, tröstend, …
Kindheit: im besten Falle wunderschön
Blockade: Ziel (sie zu überwinden)
Auftritt: jaaaaa
Heimat: Familie (und Schottland)

Chris:
Musik: Metal
Kindheit: Rockstar
Blockade: Pause
Auftritt: Adrenalin
Heimat: Familie

Chavo:
Musik: Energie
Kindheit: Freiheit
Blockade Ledergürtel
Auftritt: Adrenalin
Heimat: Wärme

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