CD Review: Eigensinn – Post Mortem

Veröffentlicht: 6. Februar 2016 von guidowein in CD Review
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71sxsJ2bSBL._SX425_Die Alternativ-Metal-Rocker Eigensinn meldeten sich 2015 mit ihrer EP Post Mortem, eindrucksvoll, nach einer kurzen Schaffenspause, zurück. Nach ihrer letzten Veröffentlichung der EP Endorphine 2013, warteten ihre Anhänger gespannt auf den nächsten Tonträger. Am 10.Juli 2015 war es dann endlich soweit und Post Mortem ging mit drei vollkommen neuen Stücken „Post Mortem“, „S.O.A.B.“ und „Verdammt“ sowie mit drei Neuaufnahmen von „Kinder des Zorns“, „Marathon“ und „Raus“ an den Start. Die Band aus Stuttgart und Heilbronn zelebriert ihr musikalisches Können seit dem Jahr 2003 und sie sind mittlerweile bundesweit auf Festivals und diversen Konzerten zu bewundern.

Nun komme ich zum ersten Stück der EP, das da heißt „Post Mortem“. Das Eröffnungsstück des gleichnamigen Mini-Albums besticht durch seine Feinheiten im Detail. Fetzige Synthi-Klänge, gepaart mit harten und heftigen Gitarrenriffs, dazu eine perfekt abgestimmte, grandiose Stimme von Nemesis. Der Song schreit nach Sehnsucht. Wer will sich beim Hören dieses Tracks dieser nicht ergeben?! Gut gelungen ihr lieben „Eigensinnigen“.
Komme ich zum nächsten Stück: „Raus“. Er wird einigen von euch bekannt vorkommen aus der Eigensinn EP „Endorphine“ von 2013. Allerdings wurde hier viel Liebe in die Neuerschaffung der fetten und düsteren Klänge gesteckt. Harte Gitarrenriffs von HOL2Y gepaart mit Sirenengeheul und einer bedrohlich wirkenden Stimme der Frontfrau Nemesis.
Die dominaten und exzellent gehämmerten Drums von Ole Das Tier und der durchdringende Bass von Pat Macbazz geben mir einen weiteren Kick bei der nächsten Nummer des Mini-Albums „S.O.A.B.“ (Son of a Bitch). In guter Headbanger- und Industrialmanier gehts auf Rachetour in der eine gewisse Aggression in Nemesis Stimme nicht zu leugnen ist. Was will man mehr, wenn fast zum Schluß des Tracks noch das „Vater Unser“ zelebriert wird. Der Song ist ein Brett. Toll!

Bei den beiden Songs „Marathon“ und „Kinder des Zorns“ handelt es sich ebenfalls um eine Neuauflage. Diese Stücke sind auch aus der 2013 EP „Endorphine“. Ihre neuen brillanten Rock-Gewänder stehen diesen Stücken hervorragend. Bei dem Stück „Marathon“ kommen mir gleich meine Laufschuhe in den Sinn, die hier bei dem Tempo des Stückes idealerweise nicht hätten besser passen können. Ein kraftvolles und in jeder Hinsicht treibendes Stück. Mit „Kinder des Zorns“ haben die vier Baden Württemberger Künstler einen weiteren Meilenstein gesetzt. Denn am 29.01.2016 haben die vier Musiker ein wahrlich überzeugendes Video dazu veröffentlicht. Ein Song der eine gewisse Melancholie und feine melodische Züge aufweist. Zu guter letzt verabschiedet uns Eigensinn mit dem Stück „Verdammt“. Auch hier wird der Hörer noch einmal von harten und gitarrenlastigen Klängen der Alternativ-Rocker sowie Nemesis hochkarätiger Stimme vom Sockel gehauen. Die unterschiedlichen und brillanten Klangfarben von Rockröhre bis zarten Gesang der Sängerin zeugen von extremer Professionalität und erinnern ein bisschen an die der tollen Tamara Danz.

Fazit: Ein rundum gelungenes Mini-Album, das Eigensinn hier abgeliefert hat.
Es wird eindrucksvoll bewiesen das Kreativität und abwechslungsreiche Musik aus dem Genre Rock-Alternativ mit feinen Industrial Klängen harmonisch und gekonnt miteinander kombiniert werden. Ich hätte mir allerdings gewünscht das Eigensinn sich ein paar Monate mehr Zeit gelassen hätten um uns ein komplett neues Album zu kredenzen. Aber wie heißt es so schön? „Die Hoffnung stirbt zuletzt“! Und wir sind gespannt auf das nächste Werk.

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Anspieltipp: Verdammt

9,95€ bei POPONAUT

Tracklist:
01. Post Mortem
02. Raus (Version MMXV)
03. S.o.a.b.
04. Marathon (Version MMXV)
05. Kinder des Zorns (Version MMXV)
06. Verdammt

Erscheinungsdatum : 10. Juli 2015

Label: Echozone
Copyright: Bob-Media Licensing

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CD-Bewertungssystem:

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Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CD    = Gut gelungen

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Verfasser: G.W.

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