CD-Review: Samarah – Zombienation

Veröffentlicht: 23. Januar 2016 von steffischaaf in CD Review
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CoverZombienation-1006x1024Seit 2006 machen die drei Saarländer der Band Samarah zusammen Musik und das vom Allerfeinsten. Regional haben sich die Jungs mit ihrem Alternative/Rock/Metal Stil längst einen Namen gemacht. Wird Zeit sie auch in den nördlichen Gefilden bekannt zu machen. 2014 erschien das vierte Album Zombienation. Wir haben es für euch genauer unter die Lupe genommen.

Mit langsamen Rhythmen und und teils verzerrten Gitarrenriffs beginnt das erste Stück „No one knows“. Durch die starken und eindringlichen Riffs, der sehr kraftvollen und eingängigen Stimme Marcels und dem angenehmen, rockigen und elektronischen Klang entwickelte sich für mich schnell ein Ohrwurm und am liebsten würde ich jetzt schon nur dieses Stück permanent hören wollen. Doch wenn der Start einer CD bereits beim ersten Stück so vielversprechend ist, ist es umso verlockender natürlich auch die weiteren Songs auf sich Wirken zu lassen.
So geht es weiter mit dynamischen, harten und fordernden Klängen. „Silver“ macht da weiter wo „No one knows“ aufgehört hat und ich frage mich selbst, warum diese Band bislang an mir vorbeigegangen ist.
„Shelter“ zeigt eine ruhigere Seite der Saarländer, doch mit den sehr eingängigen und teils „fesselnden“, verträumten Passagen entwickelt sich dieses Stück zu einem weiteren Highlight auf dem Album, zudem zeigt Marcel unterschiedliche Stimmvariationen, von rauchig hart bis sanft und klar. Mit Kopfhörern ein noch größerer Genuss.
Die sanften Töne sind bei „Stupid Love“ Vergangenheit. Dominante, grandiose Gitarrenriffs unterstreichen die Härte des Songs, die jedoch teils mit melodischen, ruhigen Gesangparts unterbrochen wird und letztendlich mit einem kraftvollen Finale endet. Ein wunderbares, kreatives und abwechslungsreiches Stück.
Abgehackte und verzerrte Riffs leiten den Titeltrack „Zombienation“ ein, der sehr tiefgründig und schwermütig im Gedächtnis bleibt. „Antivirus“ und „Hold me“ überzeugen mich mit flotten Drums und natürlich wieder den tollen Gitarrenparts. Marcel und Chris beherrschen ihre Instrumente und entlocken ihren Saiten die richtige Power für die Songs.
Kommen wir zu meinem absoluten Favouriten auf dem Album „Emotional Beefcake“. Dieses Stück begeistert mich hauptsächlich aufgrund des Gesanges, denn teilweise hat Marcels Stimme Ähnlichkeit zu der von Placebos Sänger Brian. Diese kleinen Nuancen in der Tonation vor allem zu Beginn, zaubern Gänsehaut und gehen durch Mark und Bein. Genauso ergeht es mir beim letzten Stück „Mind Control“, mit dem die Band ihre akustische Seite zeigt und mit sehr einfühlsamen Klängen das Album abrundet und schließt.

Fazit:
Ich bin froh, dass ich über diese Band „gestolpert“ bin, die Musik der drei Saarländer ist sehr vielseitig, abwechslungsreich und mit viel Kraft und Emotionen bepackt. Für jeden Fan von Alternative Rock ist diese Scheibe das Richtige und auch auf dem Laufband machen die Songs richtig Spaß. Für mich bereits die beste erste Neuentdeckung in diesem Jahr.

Smiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CDSmiley als CD

Anspieltipp: Emotional beefcake, Shelter

Samarah – Zombienation (2014)
Label: recordJet
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Tracklist:

1. No One Knows
2. Silver
3. Shelter
4. Stupid Love
5. Zombienation
6. Antivirus
7. Hold Me
8. Black Desire
9. Emotional Beefcake
10. Dead Space
11. Mindcontrol

Video zu Shelter:

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