Interview mit Samira Saabet

Veröffentlicht: 6. Dezember 2015 von steffischaaf in Interview
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Musik ist sehr vielfältig, das ist ja nichts Neues, doch heute haben wir für den einen oder anderen mal etwas ganz Exotisches und Bezauberndes. Ja, es hat mit Musik zu tun und mit Tanz.
Ihr kennt alle sicherlich den klassischen, orientalischen Bauchtanz. Dieser wurde in den 60er bis 80er Jahren in Amerika etwas verändert und mit verschiedenen weiteren Elementen bespickt, sodass eine ganz neue Art des Bauchtanzes entstand. Der Tribal Fusion Bellydance, der oft auch zu Mittelalterklängen oder auch Heavy-Metal getanzt werden kann. Die Anzahl der Tänzerinnen in dieser Richtung wächst seit Jahren stetig an. Wir haben eine von Ihnen zum Interview gebeten, die diesem wunderbaren Hobby bereits seit ein paar Jahren Zeit und Liebe schenkt und den schönen Namen Samira Saabet trägt.

Dein Künstlername ist Samira Saabet. Was hat er für eine Bedeutung und was hat Dich bewogen diesen Namen zu nehmen?
Mein Künstlername bedeutet: Die Frau, die in der Nacht tanzend Geschichten erzählt. Für mich ist der Name sehr wichtig, denn er beschreibt mein wahres Ich. Mit meinen Tänzen erzähle ich immer Geschichten, um die Tänze für die Zuschauer sehr persönlich wirken zu lassen. Den Namen Samira fand ich schon immer sehr schön und die Bedeutung dazu war einfach äußerst passend. Saabet ist selbst erfunden. Ich habe mir einen Doppelnamen ausgesucht, um mich von anderen Tänzerinnen zu unterscheiden.

Deine Leidenschaft ist das Tanzen, ein sehr großes Hobby von Dir. Wie kamst Du zum Tanzen und wieviel Zeit investierst Du in der Woche?
Da das Tanzen mein ganzer Lebensinhalt ist, ist es ein sehr intensives und Zeit beanspruchendes Hobby. Ich selbst trainiere ca. 14 Stunden die Woche und gebe auch selbst Unterricht und Workshops. Ich trainiere so viel, da zu meinem Tanzrepertoire auch Burlesque, Charleston, Lindy Hop und Jazz gehört.

Dein Augenmerk liegt ja hauptsächlich auf dem Tribal & Fusion Dance. Erklär uns doch mal kurz die Tanzrichtung.
Tribal Fusion entstand in Amerika und ist eine Art des orientalischen Tanzes. Dieser Bereich unterscheidet sich im Wesentlichen durch die Kostüme, die Musikwahl und zum Teil in den Bewegungen. Im Tribal Fusion wiederrum gibt es auch noch verschiedene Arten. Ich tanze am Liebsten Gothic Fusion und Gypsy Fusion. In diesen Richtungen kann ich am Besten meine Persönlichkeit mit einfließen lassen.

Mittlerweile bist Du ja in der Szene auch kein unbeschriebenes Blatt mehr. Hattest in dem Bereich auch Auftritte mit „Das neue Elend“ oder einen Videoauftritt bei Django 3000. Gibt es da weitere Pläne in der Richtung?
Meine Familie und ich selbst sind sehr stolz auf das, was ich bisher erreicht habe. Einen Traum konnte ich mir mit einem Auftritt in Split in Kroatien erfüllen. Und ich werde auch noch dieses Jahr in London auftreten. Ich erinnere mich sehr gerne an den Videodreh oder den Auftritt mit „Das Neue Elend “ zurück. Vor allem mit dieser Band sind noch einige Auftritte in der Zukunft geplant. Mal schauen, was die Zeit mit sich bringt

Wenn Du auf der Bühne stehst, was geht dann in die vor? Bemerkst Du die erwartungsvollen Blicke der Zuschauer? Oder kannst Du sie ausblenden? Oder schließt Du einfach die Augen und lässt die Musik in Dich einfließen?
Wenn ich auf der Bühne stehe, ist es das Größte für mich. In solchen Momenten geht es mir wahnsinnig gut und ich freue mich darüber Emotionen zu teilen und für die Zuschauer und mich zu tanzen. Ich könnte mir nie vorstellen, das Publikum auszublenden. Ich schaue die Menschen sehr gerne direkt an. Auf der Bühne kann ich einfach frei sein und zeigen, wofür ich so hart trainiere. Die Musik spielt dabei auch eine sehr große Rolle, denn sie bestimmt, was ich tanze und wie ich mich gebe und mit dem Publikum arbeite.

Im Dezember gibst Du Deinen ersten Workshop in Augsburg. Was erwartet die Teilnehmer und wie ist die Resonanz bisher?
In Augsburg ist es mein erster Workshop ja, wobei ich schon Workshops am Chiemsee und in Magnetsried gegeben habe. Ich bin sehr gespannt auf den Workshop, da Tribal Fusion noch nicht so bekannt ist, wie der klassische orientalische Tanz. Bis jetzt kommt meine Idee, einen Tribal Fusion Workshop für Anfänger zu machen gut an, denn es gibt viele klassische Tänzerinnen, die gerne einmal in diesen Bereich hineinschnuppern möchten. Jedoch sind Vorkenntnisse für meinen Workshop nicht nötig. Die Teilnehmer erwarten natürlich, dass sie etwas in den 2 Stunden lernen können und etwas mit nach Hause nehmen können. Sie erwarten, dass ich ihnen die unbekannten Bewegungen möglichst verständlich erkläre und dass ich eine schöne Atmosphäre schaffe.

Du hast immer wundervolle Kostüme und Kopfbedeckungen an und auf. Schneiderst Du diese selber? Und wieviel Zeit nimmt das in Anspruch? Hast Du Dir das selber beigebracht?
Viele Kostüme nähe ich selbst, da es mir sehr wichtig ist, ein individuelles Kostüm zu haben, welches meine Persönlichkeit widerspiegelt. Meinen Kopfschmuck mache ich immer selbst, da ich gerne meine eigenen Schmuckstücke verwende und wiederverwerte. Kostüme selbst zu nähen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, da das Meiste mit der Hand genäht werden muss. Da kann es schon passieren, dass ich an einem BH über 10 Std arbeite. Das Nähen an sich habe ich mir selbst „beigebracht“ wobei ich mir gerne Tipps und Hilfe von meiner Mama hole.

Neben dem Tribal Dance sah man dich auch gern mal an der Seite diverser Electrobands z.B. auf dem Dark Munich Festival 2014. Was bedeutet Dir der Industrial Dance?
Ich war schon mit mehreren Industrial Bands auf „Tour“ z.B. C-Lekktor, Alien Vampires und bald auch mit Noisuf-x. Es macht mir Spaß mit solchen Bands auf der Bühne stehen, da ich es sehr wichtig finde, sich gegenseitig unter Künstlern zu unterstützen. Ich kann es gar nicht leiden, wenn man unter Künstlern einen Konkurrenten sieht. Man sollte sich gegenseitig helfen. Jedoch ist Industrial nur ein kleines Hobby von mir. Ich habe nicht vor, damit Karriere zu machen. Was aber mit Tribal Fusion und anderen Tanzrichtungen schon mein Ziel ist.

Du bist sehr wandlungsfähig und neben Industrial und Tribal Dance auch im Swing und Burlesque- Bereich unterwegs. Welche von den vier Richtungen tanzt Du am liebsten, welche macht Dich am glücklichsten?
Es ist äußerst schwierig zu sagen, was ich am Liebsten tanze. Ich würde sagen Tribal Fusion, weil ich in diesem Bereich schon seit 10 Jahren tanze, aber Burlesque und Lindy Hop sind auch sehr nah dran. Eigentlich tanze ich alles sehr gerne, weil man sich immer weiter entwickeln kann und auch immer etwas neues lernen und sich in verschiedene Persönlichkeiten hineinversetzen. Beim Industrial ist das sehr schwer, denn in dieser Tanzrichtungen kann man nicht verschiedene Rollen einnehmen und ist ziemlich festgelegt auf eine Schiene.

Was hast Du für die Zukunft für Dich geplant, gerade im Tanzbereich? Hast Du konkrete Pläne oder schaust Du einfach was kommt?
Ich bin tatsächlich schon am Planen für die Zukunft. Ich werde bald fest als Tanzlehrerin anfangen und natürlich noch viele Workshop geben. Außerdem werden noch ganz viele besondere Auftritte kommen, wobei ich noch nicht so viele Infos geben möchte

Wir wünschen Dir auf jeden Fall alles Gute für die Zukunft und bedanken uns für das Interview.
Ich habe zu Danken und finde es toll, wenn ich meine Tanzrichtungen den Menschen näher bringen kann. Außerdem möchte ich mich ganz besonders bei meiner Familie bedanken, die mich immer unterstützen und bei meinen Tanzlehrern von Swing in Augsburg.

Samira Saabet – Facebookseite

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