Festival-Review: 30.10.2015 Autumn Moon Festival, Hameln

Veröffentlicht: 9. November 2015 von steffischaaf in Konzertreviews, Veranstaltungen
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autumn-moon_flyer_Oktober-0012015 sollte in Hameln  Festivalgeschichte geschrieben werden. Mit dem Autumn Moon Festival sollte es eine Genre Veranstaltung geben, wie es Hameln noch nie zuvor noch nie erlebt hatte. Wunderschön, an der Weser im geschichtsträchtigem Hameln gelegen, befanden sich die vier Spielorte des Festivals: Rattenfängerhalle, Sumpfblume, Ausflugsschiff und eine Outdoorbühne. Nah beieinander und daher boten sie bei einmaliger Kulisse die Voraussetzungen für dieses Konzept. Der Veranstalter legte bei seinen Verkaufsständen auf dem Markt unter anderem viel Wert auf Bio, sowie regionalen Angeboten. Die Nachhaltigkeit und das ökologische Bewusstsein sollte hier einen erhöhten Stellenwert haben. Doch zu dem Mystica-Halloween-Market kommen wir mit einem separaten Bericht mit vielen visuellen Eindrücken gesondert zu Wort.  Durch das vielfältige Line-Up zwischen den Genregrenzen führte ein klarer roter Faden. Die Wetterbedingungen für das erste Autumn Moon Festival hätte erfreulicher nicht sein können. Bei Sonnenschein und teilweise 16 Grad war  Hochstimmung garantiert.

Zwei Tage Ausnahmezustand zusammenzufassen ist eine echte Herausforderung. Wir haben trotzdem versucht, die wichtigsten Momente des Autumn Moon Festivals 2015 für euch herauszufiltern. So waren wir von Independent Sounds mit viel Motivation und Erwartungsfreudigkeit in den Autumn Moon – Wahnsinn gestartet.

Pünktlich um 12:00 Uhr öffneten sich die Türen zum ersten Autumn Moon Festival. Die ersten Gäste waren schon vor Ort um sich ihre Bändchen abzuholen. Wir inspizierten zu erst einmal die vier Spielorte des Festivals. Da war zum einen die Rattenfängerhalle  mit einem Fassungsvermögen von circa 2600 Zuschauern. Die sehr nahe gelegende Sumpfblume bietet circa 600 Besuchern Platz und zu guter letzt, das Schiff mit einer Kapazität von circa 200 Gästen. Last but not least gab es noch die vierte Spielstätte im Outdoor Bereich auf dem Mystica Halloween-Market. Der Standort des Festivals war perfekt gewählt. Direkt an der Weser hatte es wirklich etwas Maritimes. Wir fühlten uns gleich sehr wohl und heimisch.

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Serenity

Nun sollte es aber pünktlich um 15:00 Uhr in der Rattenfängerhalle mit der Südtiroler Band Serenity losgehen.
Die Halle war leider nur spärlich gefüllt, was klar an der Uhrzeit lag. Serenity hat sicherlich schon vor mehr Publikum gespielt, aber so war es leider, einer muss nun mal beginnen. Eine geballte Ladung Symphonic Metal gepaart mit viel Emotion und messerscharfen Gitarrenriffs schlugen dem Zuschauer 45 Minuten lang um die Ohren. Ein wirklich gelungener Start in dieses Wochenende. Da sich die diversen Spielstätten zeitlich überschnitten konnten wir natürlich nicht alle Bands von Anfang an verfolgen. Dennoch haben wir uns für euch ins Zeug gelegt. So wechselten wir auch die Location und gingen in die Sumpfblume, wo uns noch die letzten Songs von Dunkelschön empfingen. Romantische Balladen trafen bei diesen sieben Musikern auf rockige Elemente der Neuzeit.

A Projection

A Projection

Nach einer längeren Umbauphase, eroberten die Schweden von A Projection die Bretter und heizten der mittlerweile gut gefüllten Sumpfblume ordentlich ein. Die Indie-Rocker aus Stockholm überzeugten auf ganzer Linie. Das Publikum war von den introvertierten Musikern schwer begeistert und gaben ordentlich Applaus. Bei Gesprächen mit den Gästen nach dem Konzert fielen immer wieder die Band-Namen Joy Division und The Cure. Absolut passend, wie wir fanden.
Waldkauz gaben sich um 16:00 Uhr die mittelalterliche Ehre auf dem Schiff mit wundervollen Geschichten und mitreißenden Melodien. Waldkauz ist hiermit in die Fussstapfen der Faune getreten und haben mittlerweile eine immer weiter wachsende Fangemeinde. Quantal starteten ihren Gig um 16:15 Uhr in der Rattenfängerhalle. Hier trafen mittelalterliche auf elektronische Klänge.

Tüsn

Tüsn

Um 17:15 Uhr sollten uns Tüsn in der Sumpblume von ihrem musikalischen Können überzeugen. Was ihnen auch gelang. Tolle druckvolle Songs mit deutschen Texten. Die Verbindung von  Schlagzeug, Bass und Synthesizer sowie die mit viel Pathos und Dramatik gefüllte Stimme von Sänger Stefan war sehr außergewöhnlich.  Dem Publikum hat es ebenso gefallen wie uns. Mit viel Applaus und Gegröle wurden die drei exzentrischen Musiker gefeiert.

In Strict Confidence

In Strict Confidence

Weiter ging es mit In Strict Confidence. Die Formation um Dennis Ostermann überzeugte das zahlreiche Publikum in der Rattenfängerhalle. Im Rahmen von Nina de Lianin und Hay Dee Sparks wurde für die Optik auf der Bühne auch einiges getan. Ebenso der künstlerische Einsatz  beider Damen. Durch tollen Gesang von Nina und Dennis sowie akrobatischen Einsatz durch überdimensionale Fächer ging eine gewisse Magie auf die Zuschauer über. Tolle und eindrucksvolle Performanz wie wir fanden. Es muss auch an dieser Stelle einmal ein dickes Lob an die Verantwortlichen von Licht- und Soundanlagen ausgesprochen werden. Denn diese waren, so wie wir es erlebt hatten, perfekt abgestimmt. Auch das Sicherheitspersonal und die Autumn Moon Crew an den diversen Spielstätten, war immer sehr freundlich und hilfsbereit. Es wurde dem Festivalbesucher wirklich viel Professionalität geboten.

Megaherz

Megaherz

Megaherz begann ihre Show um 19:15 Uhr in der Rattenfängerhalle. Uns erwartete ein recht gut gefüllte Halle. Mit „Zombieland“ hauten die süddeutschen Brachial-Rocker uns einen ihrer neuesten Songs um die Ohren. Gefolgt von einer Menge altbekannter Stücke, die den gemeinen Megaherz-Fan allesamt zum mitsingen animierte.
Eine gelungene Show alla „The Walking Dead“  fand unter tosenden Applaus um 20:15 Uhr sein geplantes Ende.
Auf dem Schiff sollten an diesem Tag noch die Hamburger Formation Monica Jeffries und Dark Diamonds auftreten. Beide Konzerte waren sehr gut besucht und so kam das Schiff „Hameln“fast an ihre Kapazitäten. Die Thermik in dieser Örtlichkeit war enorm. Die Beschaffenheit des Bodens mit einem Auslageteppich sollte vielleicht noch mal überdacht werden, sollte diese Location auch 2016 zu Einsatz kommen. Der Teppich rollte sich förmlich unter den Füßen der Gäste auf und sorgte so für ungewollte Stunt Einlagen. Es war, wie wir fanden, sehr tückisch und gefährlich. Lichteffekte und Nebel gab es auf dem Schiff leider nicht. Dafür war der Sound sehr gut.
In der Sumpfblume  standen noch der Geheimtipp  Tying Tiffany, Euzen aus Dänemark mit ihren nordischen Indie Sound und zum Abschluss des Tages die Norweger Trollfest auf der Stage. Allesamt liefert eine gute und überzeugende Show ab. Die farbenfrohe Band  Omnia und Deine Lakaien fanden an diesem Abend den Abschluss in der Rattenfängerhalle.
Die Altmeister Deine Lakaien waren ein ehrwürdiger letzter Gig. Die gefüllte Halle feierte die Musiker wie am ersten Tag. Das Repertoire war wie gewohnt abwechslungsreich und solide. Ein guter Grund sich auf den nächsten Tag auf dem Autumn Moon Festival zu freuen. Zu guter letzt gab es noch eine würdige Aftershowparty in der Rattenfängerhalle, um den ersten Festivaltag ausklingen zu lassen. Zeit für uns nach Hause zu gehen mit tollen Eindrücken im Rucksack und voller Erwartung auf den nächsten Tag.

Weitere Bilder findet ihr auf unserer IndependentSounds Foto-Seite!

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