Interview mit NOYCE™ beim Autumn Moon Festival in Hameln am 31.10.2015

Veröffentlicht: 7. November 2015 von guidowein in Interview
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Wir hatten dieses Mal das Vergnügen mit den netten Jungs von NOYCE™ ein Interview zu später Stunde zu führen. Was ein Perserteppich und eine St.Pauli Kneipen Beleuchtung miteinander zu tun haben und wie die Zukunftspläne der vier Löwen aus  Düsseldorf aussehen, erfahrt ihr jetzt bei uns.

Independent Sounds: Herzlich Willkommen zum Interview. Schön, dass ihr für uns und unsere Leserinnen und Leser, nach eurem kraftraubenden Auftritt, hier auf dem Autumn Moon Festival in Hameln, etwas Zeit gefunden habt. Es ist ja immerhin schon kurz vor 2Uhr!
NOYCE™: Nun da es vorher leider nicht geklappt hat, machen wir es eben nun. Wach sind wir sowieso noch und direkt nach einem Auftritt ist man ja noch voller Euphorie bevor dann sicherlich bald die Müdigkeit anklopfen wird.

INS: War jemand von euch schon einmal in der schönen Rattenfängerstadt, bzw. kanntet ihr Hameln schon vorher?
NOYCE™: Leider nein. Aber ich muss sagen das es eine unglaublich schöne Stadt ist… zumindest das was wir bisher gesehen haben. Naja… und Ratten findet man wirklich überall in der Stadt. Vorhin haben wir eine goldene Ratte auf einer Brücke gesehen. Diese Eindrücke der Stadt in Verbindung als wir das erste Mal über den Mittelaltermarkt Richtung Schiff gegangen sind und die Sonne unterging, das hatte schon etwas Magisches. So ein Herbsttag mit Sonne, die vielen Menschen, die diese Atmosphäre aufgesogen haben. Ein brillanter Ort für ein Festival wie das Autumn Moon. Das passte schon perfekt zur NOYCE™ Grundstimmung die sich auch in unserer Musik wiederfindet.

INS: Uns würde interessieren, wie ihr im Jahr 1996 auf den Band-Namen „NOYCE™“ gekommen seid?
NOYCE™ war eigentlich so eine Spielerei von uns neben Silence Gift. Streicher so verzerren das sie Gitarrenwand mässig klingen. Sounds verdrehen usw. Das hatte was von schönem Lärm (engl. Noise). Da Lärm aber Lärm ist und dies ja nicht wirklich unserer Musik, die wir im Kopf hatten, entsprochen hat haben wir die Buchstaben einfach so verändert und NOYCE kam heraus. Das ™ war mehr so ein „Stempel“ den wir dazu gemacht haben um NOYCE™ als Produkt und nicht als Band zu kennzeichnen. Es war auch nie der Plan das dieses Projekt etwas veröffentlicht, da wir den Fokus eben auf Silence Gift gelegt hatten. Als wir dann im Studio mit Olaf Wollschläger ein neues Silence Gift Album aufzunehmen wollten und ihm die relevanten SG Songs vorspielen wollten, haben wir die Kassette falsch rum reingelegt und ein frühes Demo von „Panique“ lief. Olaf hielt diese Track für deutlich relevanter als die neuen SG Songs und so ging das dann mit NOYCE™ los.

INS: Ist Lampenfieber für euch noch ein Thema?
NOYCE™: Man ist vor einem Gig immer ein wenig unruhig. Da wir uns über die Jahre aber eine gewisse Sicherheit und Erfahrung angeeignet haben, erübrigt sich dies in den ersten Minuten und ist dann hinfällig weil wir dann nur noch genießen, was wir machen. Da ist es uns dann sogar latent wurscht ob es gut ankommt oder eben nicht weil wir eben lieben was wir machen!

 

INS: Heute Abend hattet ihr einen Gig auf einem Schiff, das auch im Rahmen des Autumn Moon Festivals einer der vier Austragungsstätte war, gespielt. War dies für euch etwas Besonderes?
NOYCE™: Absolut. Aber wenn ich ehrlich bin waren wir am Anfang sehr skeptisch. Nebel war vom Schiffseigner unerwünscht und für unsere Lichtanlage gab es keinen Lichtstrom. Als wir dann die vorhandene starre Beleuchtung gesehen haben, die eher an eine schummrige St. Pauli Kneipe erinnert hat, war die Stimmung latent am Boden. Ich sage immer „Das Auge hört mit“. Bei CDs so eben auch bei Live Shows. Es hatte aber auch wirklich etwas Feines den Zuschauern am Anfang unsere Lichteffekte zu erklären die eben gar nicht da waren. Das hat sicherlich auch zu der, von Anfang an, brillanten Stimmung zwischen uns und dem Publikum geführt. Es war ohne Zweifel ein Auftritt an den wir noch lange zurückdenken werden und es hat unglaublich viel Freude gemacht zu sehen das jeder der da war eine tolle Zeit hatte.

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INS: Seid ihr schon einmal an einen vergleichbaren ungewöhnliche Spielort aufgetreten?
NOYCE™: Wir haben mal auf einer Vernissage gespielt, was auch seinen Charme hatte, aber ein Schiff war noch nicht dabei. Als wir mit Diary Of Dreams 2008 auf Tour waren, haben wir in Belgien in einem wirklich runtergerockten Club gespielt. Es war schon fies sich die Hände zu waschen, weil die Handtücher vor Dreck standen. Aber als es dunkel wurde und die Lichter an waren, hatte auch dieser Laden etwas wirklich Schönes. Ich meine, wenn die Fans euphorisch sind und Spass haben, springt dies eben auch auf uns über und dann ist die Location nicht elementar. Was ich sagen möchte: So merkwürdig das Schiff am Anfang auf uns wirkte, mit der schlechten Sicht für die Fans, kein Licht oder Nebel, der Tatsache das And One gleichzeitig gespielt haben oder eben einem Perserteppich der als Bühne fungierte, konnten wir wirklich nicht damit rechnen das wir jetzt sagen können das dieses Konzert ohne Zweifel zu unserer Konzert Top 5 gehört!

INS: Leider ist es in den letzten Jahren etwas ruhig um euch geworden. 2013 gab es die geniale Single „Fall[out]“ die erste neue Veröffentlichung seit 2011 mit dem Album „Past:ique“, welches auch Platz1 in den DAC erreichte. Nächstes Jahr feiert ihr das 20jährige Band bestehen. Was ist da geplant? Neues Album-Tour-Release Party?
NOYCE™: Wir geben die Hoffnung nicht auf das wir das Album „Love Ends“ endlich im Frühjahr 2016 veröffentlichen können. Dazu wird es sicher auch ein Release-Konzert geben. Im Sommer werden wir sicherlich wieder auf einigen Festivals zu sehen sein bevor wir dann im Herbst eine kleine Tour geplant haben. Im September planen wir eine Jubiläumsshow zum 20 jährigen Jubiläum. Wo und wann das alles stattfindet können wir hoffentlich zeitnah vermelden. Ich denke es wird einiges passieren.

INS: Vielen Dank für eure Zeit. Wir haben uns sehr gefreut euch heute Abend mal wieder Live erlebt zu haben!
NOYCE™: Der Dank gilt Euch zu solch später Stund noch ausgeharrt zu haben.

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