Fundstück der Woche: Rabbit at War

Veröffentlicht: 18. Oktober 2015 von steffischaaf in Bandportrait, Fundgrube, Interview
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Logo_2014_grossMit einer Zeitmaschine gelang den Hasen die Flucht vor dem bösen Wissenschaftler Dr. Craven. Sie landeten im Jahre 2010 und kämpfen seitdem mit allen möglichen Mitteln (CDs, Konzerte, Hörspiele, Comics) gegen Craven. Eine Station für eine weitere Kampfansage wird das Autumn Moon Festival in Hameln sein. Wir haben die verrückten Hasen aufgespürt und ausgefragt.

Wer steckt hinter Rabbit at War?
Der Hasengeneral: Im Grunde muss man sich nur mal kurz umdrehen, um dies zu erspähen. Aber es liegt einiges hinter uns und auch vor uns. Das Vor verschieben wir vor, das Hinten klären wir auf. Hasen Phrasen und Benzin! Ahhhh. Nein nein nein. Das sollte ich dann wohl auch erklären. Und die beste Methode dafür ist erst einmal eine Bandumfrage zu starten. Jungs? Was steckt hinter uns und euch?
Baki : Die Hasenbande.
Ummler: Die Freimaurer. Die Bilderberger. Monsanto. Könnten natürlich auch kommunistische Kängurus sein. Wer weiß das schon so genau.
Beast: Öffentlich: General Rabbit, F.F.Ummler, Rabbit Beast, Drumbeer, Baki und Sid Unöffentlich: siehe „öffentlich“
Drumbeer: 6 leicht irre Typen mit einem Hang zur Weltherrschaft.
Sid: Der Tiefere Sinn in all seiner Hasigkeit!
Der Hasengeneral: Ja da hätten wir schon einmal eine kleine Inhaltsangabe. Ich denke Ihr…..ja Ihr habt uns zu dem gemacht, was wir sind und sein sollten. Ihr steht hinter uns, die Hasenarmee ohne die wir in Luft aufgehen würden in unserem Traum. Craven tat das auch nur eben stand er meistens vor uns und das ging mächtig in die Hose. Die war ganz schön teuer.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Der Hasengeneral: Am Anfang war der Beat BUM BUM BUM. Dann erschuf Drumbeer den Tschack. Das C,D und E traf genau zur richtigen Zeit ein und vervollständigte das Schöpfungs Badabom Doddl. Der große Mann trat nun aus seinem Raum. In seinen Venen kochte der Notensaft ein leckeres Süppchen. Die Melodie süß und sauer. „Ich liebe den Geruch von Inspiration am Abend“ sagte er, und machte den Weg frei für den Schredder. Der Schredder erhob seine Hand und ließ sie herabgleiten auf Stahl. Immer wieder, immer schneller. Der Stahl fing an zu vibrieren , die Schöpfung fand fast ihr Ende. Der Hase hüpfte vergnüglich aus seinem Bau und gab seiner Frau einen Abschiedskuss. Er wollte hinaus in die Welt, der Schöpfung einen Sinn geben. Nach langer Reise und einem anstrengenden Aufstieg auf den Berg der Dichtkunst, war es endlich so weit. Er schnappte sich das goldene Mikrophon der heiligen Phrasen und schrie die Worte, die sich auf seiner Reise gebildet hatten in die Melodie hinein.
Beast: EBMNDH!
Sid: mit einem Stift?
Baki: Electrotanzhoppelhüpfmetal.
Ummler: Schwierig. Normalerweise mit einem Stift.
Drumbeer: unbeschreiblich, um nicht zu sagen….. ganz und gar unbeschreiblich..

Was macht euer Projekt besonders?
Baki: Kunst und Musik kombiniert und mit einem gewissen Drang zum Mitbewegen.
Beast: Dr. Craven!… Und dass wir nicht von hier sind.
Sid: Das solltet Ihr alle bereits bemerkt haben!
Ummler: Der Hase im Logo. Wenn man jetzt noch den Bandnamen ins Deutsche übersetzt ergibt das doch schon ein ziemlich beeindruckendes Konzept. Das hat heutzutage nicht jeder.
Drumbeer: Die Kombination aus besagten Typen und deren Musik.

Was und wen wollt ihr mit Euren Songs erreichen?
Drumbeer: Wir wollen doch nur spielen…
Baki: Berge versetzen und Gott soll uns erhören hahaha…
Ummler: Eigentlich nicht mehr als den Akt der Schöpfung an sich. Das man dann mit dem Endprodukt noch andere erreicht ist erregend und verstörend zugleich. Fast so wie gebrauchte Unterwäsche aus dem Automaten.
Beast: Unseren Spaß. Und dass Ihr da draußen von uns und unserer Geschichte erfahrt.
Sid: Alles und jeden!

Was hat Euch bewogen Musik zu machen?
Sid: Mir war langweilig (grinst)
Beast: Die Liebe zu lauten Geräuschen, die in einem Takt erklingen.
Baki: Die Groupies.
Ummler: Der Pfleger mit dem Elektroschocker. Aber irgendwann findet man Gefallen daran. Klangtherapie heißt das dann glaub ich.
Drumbeer: Nachdem wir aus der Klapse geflohen sind, hatten wir irre viel Zeit. Wir hatten die Wahl zwischen Hollywoodstar und Rabbit at War.

Was macht gute Musik für euch aus?
Baki: Wenn der Kopf anfängt sich von allein zu bewegen o.o.
Ummler: Das nicht alles gleichgeschaltet nach Schema F klingt. Gute Musik sollte Ecken und Kanten haben. Genau wie ein Oktaeder.
Der Hasengeneral: Ich glaube nicht an gute Musik. Ich glaube ja auch nicht an Menschenverstand.
Beast: Sie muss unter die Haut gehen und einen mitreißen.
Drumbeer: Der Flow, die Musik muss ins Knie gehen.
Sid: Das sie den Hörer berührt, weil ansonsten bräuchte man sie nicht. Und dafür gibt es leider genug Negativbeispiele.

Gruppe_grossWelche Bands beeinflussen euch? Welche Alben haben euch geprägt oder begeistert?
Ummler: Die Behauptung, dass andere Bands uns beeinflussen ist eine infame Unterstellung! Auch die Fähigkeit geprägt oder begeistert zu werden, weise ich vehement zurück. Wenn hier einer prägt und begeistert, dann sind wir das!
Drumbeer: Es gibt noch andere Bands????
Baki: Mit Rammstein hat alles angefangen.. Musik..Texte..Style.. alles Top.
Sid: Zu viele um sie zu nennen.
Der Hasengeneral: Da meine Prägung schon so lange zurückliegt und ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wird es sehr schwer auf diese Frage zu antworten. Aber mal unter uns. Ich liebe Surfbretter so sehr, dass ich sie selber baue und sammle. Nur kann ich auf diesen Drecksteilen einfach nicht gleiten. Ich komme über keine „Welle“ drüber, denn das auf und ab macht, dass es mir kotzübel geht. Und dann wache ich auf.

Welche Musik hört Ihr zu Hause, unterwegs oder beim Sport?
Baki: Deutschlandfunk.
Beast: Sehr viel. Deichkind, Fettes Brot, Samsas Traum, Combicrist, Großstadtgeflüster, Die Antwort, Daft Punk, Knorkator, Rammstein, Lindsey Stirling, New Order, VNV Nation, WIZO und noch einiges Anderes… Ach ja. und irgendwas mit Hasen im Krieg oder so.
Drumbeer: WAS, zum Teufel, ist Sport???
Ummler: Elektrohiphopswingmetalpunkfunkfolkrockindependentwibbeliwobbelihousedingens
Sid: Was ist Sport?

Eine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
Der Hasengeneral: Ahhh ja, jetzt sind wir wieder bei der Pressegeilheit für Hui und Bui angekommen. Mir hätte besser gefallen, wenn du gefragt hättest, wie es uns denn derzeit geht. Okay Okay. Standard Programm: WACKEN YEAH!!!! DAS WAR SO VOLL TOLL UND SO!!! Den bittersten Tiefpunkt hatten wir, als wir vor weniger Publikum als Leute auf der Bühne standen und gespielt haben. Mit einer Anreise von über 500 Kilometern.
Beast: Höhepunkt??? WACKEN!!….bitterster Tiefpunkt?… keine Ahnung!
Drumbeer: Für mich war bis dato der absolute Höhepunkt die Gigs auf Wacken, der absolute Tiefpunkt das Angebot eines Veranstalters auf seinem Festival den Opener zu geben, wohlgemerkt für Lau, ohne Hotel, dafür sollten wir besagte Bühne mit unserer Backline ausrüsten. Mein Mitleid gilt den armen Schweinen, die uns jetzt vertreten sollen.
Ummler: Ich geb Beerchen recht. Die Bühne auf Wacken war schon ziemlich hoch. Ich glaub knappe 4 Meter und tiefer als für andere den Hintern hinzuhalten geht’s kaum noch.
Baki: Höhepunkt Einstieg…Tiefpunkt.. irgendwann der Ausstieg.
Sid: Kann ich mich nicht dran erinnern.

Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele habt ihr euch selbst gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
Sid: Weltherrschaft?
Baki: 120% reinzustecken, das volle Potential zu nutzen und das alle an einem Strang ziehen, damit es richtig losgehen kann.
Beast: Als nächstes? Immer weiter!!!
Ummler: Der Weltfrieden! (Hab irgendwo gelesen, dass man das mindestens einmal erwähnen sollte. Hier passt´s doch ganz gut)
Drumbeer: In erster Linie mal Musik machen, Tour und Alben inbegriffen. Auch schreibt der Ummler immernoch an dem Blockbuster „RAW goes Welterherrschaft“

Welche Rolle spielen für euch Live-Auftritte und was empfindet ihr dabei?
Der Hasengeneral: Ja das einzig Tolle. Mir geht einer ab! Ich muss an mir selbst spielen. Ein extrovertierter Musiker wie ich, muss auf die Bühne, wegen mir auch nackt. Das Beste daran Musiker zu sein ist: Den Schweiß der Fans zu riechen. Das Geräusch, das sie dann machen, wenn man auf die Bühne geht. Alter ich werd rollig hier. Jetzt.
Ummler: Meistens spiele ja eher ich die Rolle. Ich empfinde dann meist eine große Wärme. Das liegt daran, dass diese verkackten PAR-Scheinwerfer so verschissen heiß werden.
Drumbeer: Für mich spielen die Liveauftritte eine riesengroße Rolle. Ich stehe auf das Lampenfieber vor der Mugge. Ich liebe es, wenn die Leute mit uns feiern und unsere Songs mitgröhlen.
Beast: Es geht nichts über Live-Proben! Es ist immer wieder geil die Sau rauszulassen und zu sehen, wie die Leute das auch noch feiern!
Baki: Sind das Wichtigste, so kann sich jeder sein Bild von den sechs Verrückten machen und dass sie nicht nur so tun, sondern auch so sind. Einfach nur Geil.
Sid: Direktes Feedback vom Publikum.

Was fällt Euch als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Musik:
Der Hasengeneral: Leben, Liebe, Lust
Drumbeer: ein Muss…..ohne geht nicht
Ummler: Das, was wir laut einigen unangenehmen Zeitgenossen angeblich nicht machen.
Beast: Muss stimmen.
Baki: Sie schwirrt mir im Kopf rum o.o
Sid: Höre ich.

Kindheit:
Der Hasengeneral: Trauer, Schmerz,Verlust
Baki: Abgefuckt.
Beast: Hat mich verdorben.
Drumbeer: „Ich war das nicht !„
Ummler: Lernt man erst im Alter zu schätzen, aber dann ist es meist zu spät.
Sid: Hatte ich..

Blockade:
Der Hasengeneral: Naboo
Beast: Hier fällt mir nichts ein!
Sid: Politisch oder musikalisch?
Baki: Keine Musik machen mehr zu können
Drumbeer: 1000 Leute vor mir an der Kasse!!
Ummler: The Horror!

Auftritt:
Der Hasengeneral: Texte, ahhhhhh die Texte
Beast: Macht mega Spaß.
Sid: Starke Auftritte sind meine Spezialität.
Ummler: Kommt vor.
Drumbeer: Warum muss ich immer als Erster auf die Bühne???
Baki: Hoffentlich verspiele ich mich nicht.

Heimat:
Der Hasengeneral: Untergeordnet
Baki: Überall da, wo es Bier gibt.
Beast: Daheeme in Erfurt bei der Familie!
Ummler: ist da wo das Herz ist. Unangenehm wird es nur, wenn Herz und Körper getrennt werden. Dann hat man zwar eine Heimat gefunden, ist aber tot.
Sid: Ist da wo ich zuhause bin.
Drumbeer: Da, wo ich willkommen bin, ich mich wohl fühle, und Doktor Craven mich nicht erwischt.

Wir bedanken uns für das sehr ausführliche Interview!

Rabbit at War Facebookseite
Rabbit at War Homepage

 

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