Review: 04.07.2015 Owls’N’Bats Festival zu Füßen des Hermann

Veröffentlicht: 10. Juli 2015 von guidowein in Konzertreviews
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Es sollte ein „heißer“ Tanz werden und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Owls`N`Bats Festival 2015 warf schon lange seine Schatten voraus. Am heißesten Tag des Jahres, mit knapp 40 Grad und einem lauen Lüftchen wurden dem Zuschauer ebenso heiße Bands wie Spiral69, Zeitgeist Zero, Winter Severity Index, Psyche und The Beauty of Gemina präsentiert. Pünktlich um 14 Uhr öffneten die Tore zu jenem Ereignis. Auch in diesem Jahr sollte dem Besucher wieder Einiges an feinen Ständen und eine Menge Merch geboten werden. Der „Schattenmarkt“ ließ dem gemeinen Festivalbesucher keine Wünsche unerfüllt. Mit viel Liebe zum Detail hatten sich die Schausteller wieder Einiges einfallen lassen, um die Besucher zum Kauf ihrer schönen Waren zu animieren. Auch gab es wieder, wie im letzten Jahr die berühmte Burger-Bude und eine Suppenküche, Getränke-Wagen sowie einen kostenlosen Wasserbrunnen. Ein Wassersprinkler war auch zu finden, der dankend vom schwitzenden Publikum angenommen wurde.

Die Besucher trudelten so nach und nach auf dem schönen Gelände am Fuße des Arminius ein. Es war klar, dass sich wohl einige Besucher aufgrund der Hitze genau überlegt hatten, wann sie denn zur Waldbühne aufbrachen. Sollte der Eröffnungs-Gig von Spiral69 ja erst um 16 Uhr sein.

Kurz vor dem Spiral69 Auftritt waren die Ränge der Waldbühne gerade im schattenspendenden Teil recht gut gefüllt, als die erste Band des Festivals von keinem geringerem als DJ Thomas Wave aus Bielefeld angekündigt wurde. Er ließ es sich nicht nehmen die Veranstalter Zuzie, Mathias und Werner auf die Bühne zu holen, um ihnen für ihr selbstloses Engagement für diese Event zu danken. Das Publikum tat es ihm gleich und schenkte den dreien einen ordentlichen Beifall.

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Spiral 69

Nun ging es endlich los mit tiefen Bässen, die unter die Haut gingen, kamen die drei sympathischen Italiener von Spiral69 auf die Bühne und eröffneten unter Beifall das einzigartige Spektakel im Teutoburger Wald. Die ersten Tanzwütigen eroberten den Platz vor der Bühne. Dennoch war es sonst sehr überschaubar vor der Stage. Es lag einfach daran, dass es Vielen wohl zu heiß war zum Tanzen und sie lieber im Schatten mit einem kühlen Getränk die Show genossen. Spiral69 zeigten mit ihren eingängigen Indie-Rock Sound, das sie nicht zu unrecht eine tolle und professionelle Formation sind. Jeder Song geht unter die Haut und es wird sofort klar, diese Jungs haben es drauf. Es gab anfängliche Probleme mit dem Schlagzeug, die aber dank des aufmerksamen Stage-Managers Christian von salvation AMP schnell behoben wurden. So feierte das Publikum mit druckvollen Songs der Römer bis knapp 16:45 Uhr. Ein toller Start dachte ich bei mir: So kann es bitte weitergehen. Ich sollte auch mit dem nächsten Gig nicht enttäuscht werden.

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Zeitgeist Zero

Nach einer kurzen Umbauphase ging es dann gegen 17:30 Uhr mit Zeitgeist Zero aus England weiter. Mittlerweile war es auf dem Gelände bedeutend voller geworden. Die fünf Künstler aus Leeds boten dem Gast eine besondere Vorstellung. Sowohl visuell als auch vom Sound. Allein Sängerin Teresa war schon ein Blickfang mit ihrer aufreizenden Bekleidung. Ebenso die attraktive Bassistin die auch stimmlich eine gute Figur abgab. Die drei Jungs der Band waren nicht weniger imposant und gaben unter Seifenblasen-Fontänen, die zwischenzeitlich auf der Bühne von Teresa mittels einer Bubble-Gun „verschossen“wurden, ihr musikalisches Können zum Besten. Ein Mix aus Electro-Goth, Wave-Rock und Psychobilly ergoss sich über das Publikum. Welches es mit viel Applaus honorierte.

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Winter Severity Index

In der kommenden Umbauphase war es an der Zeit, das DJ Thomas Wave noch einmal die Bühne betrat um die glücklichen Gewinner der Verlosung bekannt zu geben. Es war eine schön gemachte Abwechslung in der Pause. So merkte man kaum das es schließlich schon 19 Uhr war und Winter Severity Index auf der Stage standen. Die drei Musiker kommen ebenfalls aus Italien und bestehen bei Live-Auftritten aus drei Mitwirkenden. Die beiden Damen Simona und Alessandra wurden von Giovanni am Bass unterstützt. Die sympathische Cold-Wave Band hatte bei Beginn ihres Gigs einige technische Probleme, die vom verständnisvollen Publikum einfach hinweggeklascht wurden. So starteten die Drei einfach mit einem freundlichen Grinsen im Gesicht in eine zweite Runde, die es dann auch musikalisch in sich hatte. Die schwarze Gemeinde war begeistert von den coolen Klängen und der einmalig weichen Stimme von Simona. Es wurde ein buntes Repertoire von 2013 bis heute präsentiert. Da konnte man nur hoffen das Winter Severity Index hoffentlich genug Merch bzw. CDs mit an die Waldbühne gebracht hatten. Das Publikum verabschiedete die Künstler um ca.20 Uhr mit viel Applaus.

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Psyche

Pünktlich um 20:30 Uhr ging es weiter mit den vom Publikum sehnlichst erwarteten Duo Psyche. Vor der Bühne hatten sich jetzt zahlreiche Tanzwütige eingefunden. Nach einem kurzen Intro betrat Darrin die Bretter und es ging in die Vollen. Mit fetten Dark-Synthpop Beats heizen die Urgesteine der Szene die eh schon aufgeladene Atmosphäre noch mehr auf. Kaum ein Bein das da noch still stand. Überall wurde getanzt und mitgesungen. Man spürte förmlich wie gut Stefan und Darrin harmonierten und mega gute Laune versprühten. Eine Professionalität die schon fast ihresgleichen in der Szene sucht. Immer wieder gab es lustige Sprüche von Darrin, die schon ein wenig an ein Kabarett erinnerten. Die Gäste nahmen diese Abwechslung gerne an und man hatte das Gefühl das die Beiden jeden einzelnen Anwesenden persönlich ansprachen. Kunstvolle Tanzeinlagen von Darrin rundeten den gut 60 Minuten Gig ab. Die Auswahl der Songs sind überaus gut gewählt worden. Es gab nicht ein Lied der Beiden das sie in ihrer über 25 Jährigen Karriere ausließen. Es war ein wahre Freude dem Duo zuzusehen und zuzuhören. Nach mehreren Zugaben verabschiedeten sich Psyche von der Bühne und es stand nun der Headliner The Beauty of Gemina“ in den Startlöchern..

Hier dauerte der Umbau verständlicherweise etwas länger. Dennoch ging es pünktlich um 22:30 Uhr mit den freundlichen Schweizern in das Festival-Finale.

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The Beauty of Gemina

Mittlerweile gab es kaum noch einen Fußbreit Platz vor der Bühne. Es ging dann auch gleich in die Vollen und heftige Gitarrenriffs und druckvoller Bass durchzuckten die nun mehr laue Sommernacht. Die vier exzentrischen Musiker aus dem Alpenland hatten sichtliche Freude am Fuße des Hermanns ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen. Die imposante Figur von Michael Sele, der charismatische Sänger der Band, wurde auch hier lichttechnisch wunderbar in Szene gesetzt. Mein Blick schweifte immer wieder über die mystische Bühne hinauf zum dezent beleuchteten Arminus. Es hatte schon etwas Episches bei den teils schwermütigen Songs in dieser traumhaften Umgebung. Es gab nicht einen bekannten Song den die sympathische Band ausgelassen hat. Kurz vor Schluss gab es auch noch eine Premiere. Der düstere Song „Darkness“ wurde hier auf der Waldbühne zum allerersten Mal in Deutschland live gespielt. Nach insgesamt vier Zugaben bedankte sich die Band mit tiefen Diener vor dem begeisterten Publikum. Somit wurde das zweite Owls ’n‘ Bats Festival beendet und die Gäste in eine wahrscheinlich schlaflose und das sicherlich nicht nur wegen Wärme, laue Sommernacht entlassen.

Man muss an dieser Stelle auch einmal betonen, dass der Sound und das Bühnenlicht unglaublich gut war. Ein Sound der durch Mark und Beine ging und dennoch druckvoll rüberkam ohne die Ohren übermäßig zu strapazieren. Was die Lichteffekte betraf gab es bei The Beauty of Gemina nochmal eine Schippe mehr. Hier wurde alles herausgeholt was die bunten Lämpchen und Laser hergaben, einfach grandios!

Nicht nur wir würden uns freuen wenn es auch nächstes Jahr wieder heißt: Herzlich Willkommen beim OWLs’N’BATs 2016!

Hier geht es zu den Bilder!

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