Fundstück der Woche: Psyche

Veröffentlicht: 19. Juni 2015 von steffischaaf in Fundgrube
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psychelogo-whiteNoch gut zwei Wochen bis zum zweiten Owls ’n‘ Bats-Festival in Detmold am Hermanns-Denkmal. Die Vorbereitungen laufen und für uns wurde es Zeit die teilnehmenden Bands genauer unter die Lupe zu nehmen. Heute haben wir Psyche zum Interview gebeten, die mittlerweile mehr als 30 Jahre Berufs- und Bühnenerfahrung vorweisen können und dennoch die Freude zur Musik nicht verloren haben.

Wer steckt hinter Psyche?
Momentan ich (Darrin C. Huss) und Stefan Rabura.
Psyche gibt es seit 1982 als mein Bruder und ich zusammen mit Dwayne Goettel in Edmonton unter diesem Namen aufgetreten sind.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Wir haben eher ziemlich experimentell angefangen und haben uns dann in die Richtung Synthpop und Dark Wave bewegt, also nennen wir es Dark Synthpop.

Was macht euer Projekt besonders?
Es gibt keine Independent Band in unserer Richtung, die soviele Spalten von Elektro-Pop abdecken ohne ihre Ursprungs-Vision zu verlieren oder sich zu verbiegen. Psyche erkennt man durch meinen Gesang und unsere sonderbare Sicht und Art zu komponieren. Ich bin stolz solche originellen Titel, wie „The Saint Became A Lush“ oder „Unveiling The Secret“ komponiert zu haben. Die sind eher Soundtracks als Songs.

Was und wen wollt ihr mit Euren Songs erreichen?
Wir wollen einfach ein Alternative zum Einheitsbrei sein und Musik kreieren, die über Jahrzehnte hinweg faszinieren wird und andere berührt oder inspiriert.

Was hat Euch bewogen Musik zu machen?
Es fing an als wir Brüder die Möglichkeit hatten als Duo mit einer Drum Machine und einem Synthi unseren Visionen der Welt in Musik zu verkörpern. Damals inspiriert von Caberet Voltaire bis Soft Cell. Die Freiheiten sich selbst zu definieren in den 80er.

Was macht gute Musik für euch aus?
Sie muss überraschen, emotional eintreffen und nach längerer Zeit immer noch faszinieren. Sie muss eine eigene Persönlichkeit und Sicht darstellen. Beispiele sind „Here Comes The Rain Again“ von Eurythmics oder fast alles von Soft Cell. (grinst)

MARK_GREENMANTLE_PHOTOGRAPHY_2007

MARK_GREENMANTLE_PHOTOGRAPHY_2007

Welche Bands beeinflussen euch? Welche Alben haben euch geprägt oder begeistert?
Wie oben erwähnt aber auch The Cure, Gary Numan, DAF, Joy Division, Lene Lovich, Bauhaus, Yazoo und Blancmange um einige zu nennen. Alben wie „Autoamerican“ von Blondie oder „Sons And Fascination“ von Simple Minds. Keine Top 40!!

Welche Musik hört Ihr zu Hause, unterwegs oder beim Sport?
Jazz Musik daheim von Pink Martini, Nina Simone über Melody Gardot, auch meine Lieblings 80er Künstler. Madonna ist gut zum Sport machen. (grinst)

Eine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
Höhepunkte können immer noch kommen aber ein großartiger Festival-Auftritt in Polen 1992 war ein sicheres Highlight für uns. WGT-Auftritte sind schön, insbesondere für uns 2009. Dark Munich Festival gerade dieses Jahr war ein sehr schönes Erlebnis. Tiefpunkte sind nur die Momente, wo man einen tollen Auftritt hat vor wenig Publikum. Es passiert jedem aber solange man eine gute Leistung und Freude bringt, gibt es keine wirkliche Niederlage.

Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele habt ihr euch selbst gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
Wir arbeiten endlich an einem neuen Album wobei mein Ziel noch die Veröffentlichung in diesen Jahr ist. „The 11th Hour“ von 2005 war das letzte offizielle full length von Psyche. Seitdem gab es zahlreiche Compilations, einzelne Single-Releases und Wiederveröffentlichungen. Also ich muss mir und unserem Publikum beweisen, dass wir noch was zu sagen haben! Konzerttechnisch sind wir immer auf Reise. Ich spiele Live hier und da seit ich 17 bin. Ich sehe es nicht ein nur mit einem Release meine Auftritte zu verknüpfen.

Welche Rolle spielen für euch Live-Auftritte und was empfindet ihr dabei?
Live-Auftritte sind für mich das wahre Leben. Niemals das Gleiche und immer woanders. Für mich ist es immer wieder ein Beweis, dass ich lebe und dass meine Musik in Verbindung mit einem Publikum etwas Besonderes ausstrahlt.

Was fällt Euch als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Musik:
Gefühle
Kindheit:
Jugend vergisst man, aber soll man niemals ganz verlieren.
Blockade:
Depression
Auftritt:
Leben
Heimat:
Mit mein Partner zusammensein

Vielen lieben Dank an Darrin für das Beantworten!

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