Filmreview: Control (2007)

Veröffentlicht: 18. Mai 2015 von steffischaaf in Bandportrait, News
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ControlAnlässlich des heutigen 35. Todestages von Ian Curtis, bekannt geworden als Sänger der Gruppe Joy Division, haben wir uns den Film Control angesehen, der 2007 gedreht wurde und die Entstehungsgeschichte der Band Schritt für Schritt dokumentiert.

Inhalt:

Ian ist begeisterter Musikliebhaber und als eines Tages drei seiner besten Freunde einen Sänger für ihre Band suchen, stellt er sich der Herausforderung und komplettiert die Gruppe. Mit seinen eigenen, sehr gefühlvollen und ausdrucksstarken Texten werden sie in ihrer Heimatstadt Manchester schnell zum Geheimtipp. Da wartet nur noch der große Durchbruch. Begleitet und unterstützt wird er von seiner Frau Debbie, die alles für ihn tut und hinter ihm steht. Doch seine Liebe sucht sich ein neues Herz, das er bei der Französin Annik findet. Ein Gefühlschaos tobt in ihm. Seine Frau möchte er nicht verlassen, doch er bindet sich zu sehr an Annik und schafft es nicht eine Entscheidung zu treffen. Diese Situation brachte wohl seinen bekanntesten Song zustande: „Love will tear us apart.“ Und dieser wird auch heute noch gern von verschiedenen Bands gecovert.
Zudem leidet Ian immer öfters an Epilepsie-Anfällen und riskiert auf der Bühne sein Leben und den Ruf der Band. Zustände, die ihn zum Suizid zwingen.
Der Film Control ist das Filmdebüt von Star-Fotograf Anton Corbijn, der vorher stilprägende Videos unter anderem für Depeche Mode, Nirvana, U2 und Herbert Grönemeyer, der in einer Szene als Arzt zu sehen ist, gedreht hat.
Dem britischen Schauspieler Sam Riley wurde die Ehre zu teil, das Idol von damals verkörpern zu dürfen. Und er macht das so perfekt, dass man tatsächlich das Gefühl hat, den wahren Ian vor der Kamera zu sehen. Gestik, Mimik und Stimme kommen sehr authentisch rüber und versetzen den Zuschauer sehr schnell zurück in die 70er Jahre. Die Titel, die während des Films präsentiert wurden, wurden von den Schauspielern selbst gespielt und gesungen. Vor dieser Leitung muss man wirklich seinen imaginären Hut ziehen. Klasse gemacht!
control1Die Entstehungsgeschichte um Joy Divison wurde komplett in schwarz-weiß gedreht, Farbe hätte hier auch wirklich nicht gepasst, so war die Stimmung sehr intensiv und es lenkte nichts vom eigentlichen Geschehen ab.
Freude, Leiden, Liebe und Enttäuschung: All das findet der Zuschauer vor und ich konnte mich sehr gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen. In Ians Ängste nicht gerecht werden, seine Freude über Erfolg, sein Leiden wegen der Krankheit und seiner Familie. Die Liebe und Enttäuschung seiner Frau Debbie, die bis zum Schluss an ein positives Ende für ihre Beziehung glaubte und ihren Schmerz beim Entdecken ihres toten Mannes, der sich in ihrem Haus das Leben nahm, kurz bevor Joy Division auf Amerika-Tour gehen sollten. Dem Druck konnte er allerdings nicht weichen.
Gebannt blickte ich die gesamten zwei Stunden auf den Fernseher und verfolgte sehr interessiert der Lebensgeschichte des sehr charismatischen Sängers, dessen Leben ein viel zu frühes Ende nahm. Dennoch hat er ein Zeichen in der Musikgeschichte gesetzt und seine Spuren auch bei anderen Bands hinterlassen und auch wir zerren immer wieder von dem musikalischen Talent, sei es auf der Tanzfläche in diversen Clubs oder zu Hause.

Fazit: Ein grandioser Film mit sehr eindrucksvollen und tollen Schauspielern, die ihre Rolle absolut eins zu eins auslebten und darstellten. Eine tolle Dokumentation zum Nachdenken und Mitfühlen. Für alle Musikliebhaber und Joy Divison-Fans ein Muss!

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