Fundstück der Woche: EGOamp

Veröffentlicht: 11. Mai 2015 von steffischaaf in Fundgrube
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EGOamp-SchriftzugAus dem schönen Norden kommt die Band EGOamp, die mit ihrer elektronischen Tanzmusik die Herzen aller Nachtschwärmer und Schlafwandler verzaubern. Am 16.05.2015 ist diese Band unter anderem mit Eternal Afflict und Rosi im movie Bielefeld beim 8. Dark Wave Festival zu sehen. Wir haben die Musiker mal genauer unter die Lupe genommen.

Wer steckt hinter Egoamp?
Hinter EGOamp steckt Frontman Asmodi Caligari, seines Zeichens Zirkusdirektor, der sich eines Somnanbulen (Schlafwandler) zu eigen gemacht hat, um unliebsame Menschen im Schlaf zu meucheln. Soviel zu der Kunstfigur des Stummfilms „Das Cabinett des Dr. Caligari“ aus dem Jahre 1920. Im wahren Leben ist Asmodi Caligari Komponist, Texter und Sänger der Band. Des weiteren gehören zu EGOamp ein ominöser Herr Namens Bernard Fate und der Großneffe von Josef Schloss, René Castle, beides ihres Zeichens Tastengötter.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Das ist für einen Künstler immer schwer zu definieren, aber ich würde sagen: moderner Electropop mit einem gehörigen Schuss 80s und New Wave Feeling.

Was macht euer Projekt besonders?
Ich denke, es ist die Herangehensweise, wie wir Musik machen und fühlen. Also ganz intuitiv musizieren, ohne verkopft an die Songs heranzugehen. Unser einzigartiger, dem Stummfilm angelegter Look ist sicherlich auch ein Hingucker und unser Bandkonzept zeigt die Bandbreite nicht nur unserer Songs, sondern auch der visuellen Reize EGOamps. Dazu kommt eine Portion Ironie, die erst auf dem zweiten Blick sichtbar ist. So etwas mögen wir. Wir spielen gerne mit Andeutungen.

Was und wen wollt ihr mit Euren Songs erreichen?
Wir versuchen, ein Gefühl zu erzeugen, welches beim Hörer etwas auslöst. Sei es Freude, Melancholie oder einfach der Bewegungsdrang. Unsere Zielgruppe sind Menschen, die loyal sind, offen gegenüber neuen Sounds und Bewegungen in der Popmusik. Die nicht meckern, wenn auch mal eine Gitarre in einem EGOamp Song zu hören ist.

Was hat Euch bewogen Musik zu machen?
Im Grunde einfach die Liebe zur Musik, zu bestimmten Bands, die uns beeinflusst haben. Im Allgemeinen aber das Leben und Fühlen von Musik, der Anspruch immer besser zu werden, der Weg zum perfekten Song. Auch wenn man als Künstler so etwas kaum erreichen kann. Aber der Weg ist das Ziel.

Was macht gute Musik für euch aus?
Gute Musik muss einfach eine Reaktion beim Hörer erzeugen. Das kann Freude, Trauer aber auch Wut sein, ist aber auch in der Lage, zum Denken anzuregen. Ich finde, Musik, die keine Reaktion auslöst, hat keine Daseinsberechtigung. Eine gute Melodie, toller Gesang und ein interessantes Arrangement kann aber natürlich auch nicht schaden.

IMG_2788Welche Bands beeinflussen euch? Welche Alben haben euch geprägt oder begeistert?
Da ich ja Kind der 80er bin, beeinflussen mich natürlich die Bands, die mich in meiner Jugend geprägt haben. Das sind Bands und Künstler wie Depeche Mode, Talk Talk, Nik Kershaw, Jean-Michel Jarre und viele andere. Es gibt natürlich so einige Alben, die für mich wegweisend waren, z.B. Alphaville – „Forever young“, Depeche Mode – „Some great Reward“, Nik Kershaw – „The Riddle“ usw.

Welche Musik hört Ihr zu Hause, unterwegs oder beim Sport?
Da ich auch Musikredakteur bin, einige Promos auf den Tisch bekomme, beruflich aber oft unterwegs bin, höre ich viel Musik im Auto. An meinem Schreibtisch und beim Sport höre ich fast ausschließlich Musik, die mich bewegt und mir Spaß macht. Dann ist es auch egal welches Genre.

Eine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
Der bitterste Tiefpunkt war die Trennung von meinem ersten Keyboarder, da er mich menschlich sehr enttäuscht und desillusioniert hat. Da ich aber ein Stehaufmännchen bin und jeder ersetzbar ist, habe ich mich wieder aufgerappelt. Es gab auf der anderen Seite schon einige Höhepunkte, z.B. Headliner beim WGT 2008 in der Moritzbastei, Support für Bands wie De/vision, The Crüxshadows oder Kirlian Camera. Mein persönlicher Höhepunkt war aber im letzten Jahr das Konzert bei der „Klangsynthese V“ auf der Plattenburg in der Prignitz. Die Fans waren so genial drauf, haben sofort nach unserem ersten Ton angefangen zu tanzen und uns so angestachelt, sodass wir das beste Konzert unserer Karriere abgeliefert haben. Die ganze Location der Burg und die tolle Atmosphäre taten ihr weiteres, um den Abend unvergesslich zu machen. Ich hoffe natürlich auf weitere Highlights, denn wir haben noch viel vor.

Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele habt ihr euch selbst gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
Wir arbeiten gerade im „Holstenwall Studio“ an unserem neuen Album namens „1/0“, welches hoffentlich im Sommer fertiggestellt wird. Unser Produzent Per-Anders Kurenbach („Psyche“, „The Eternal Afflict“, „Shock Therapy“) ist gerade fleißig am Mischen. Auch einige Livedates sind geplant, dieses Jahr auch auf einem größeren Festival im Osten. Die Tickets kann man demnächst auf unserer Website erwerben. Unser Ziel ist es natürlich noch mehr Menschen für unsere Musik zu begeistern, dafür sind wir für jeden Support dankbar.

IMG_3019Welche Rolle spielen für euch Live-Auftritte und was empfindet ihr dabei?
Live Auftritte sind für uns sehr wichtig, um in Kontakt mit den Fans zu kommen. Es ist immer ein schönes Gefühl, auf der Bühne zu stehen und die Reaktionen der Zuschauer zu beobachten. Dabei können wir immer neue Dinge ausprobieren, perfektionieren. Wir machen uns immer Gedanken über den Aufbau des Gigs, die Ausgewogenheit der Songs, Höhe- und Ruhepunkte. Ich finde es schön, wenn auch mal Sachen passieren, die nicht so geplant sind. Das macht es spannend. Ein Livekonzert ist immer anders, immer aufregend. Wir lernen viele Leute kennen, sprechen mit ihnen und erhöhen somit unsere Fanbase. Eine Band ist nichts ohne ihre Anhänger.

Was fällt Euch als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Musik:
Leben
Kindheit: verspielt
Blockade: Nichts geht mehr
Auftritt: Freude
Heimat: Holstenwall

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