Fundstück der Woche: Monophona

Veröffentlicht: 15. Februar 2015 von guidowein in Fundgrube
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Monophona

Mit ihrem zweiten Album Black on Black wollen die drei Luxemburger Musiker an ihrem internationalen Erfolg anknüpfen. Die Verbindung aus akustischen und elektronischen Elementen erschafft ein Klang- und Hörerlebnis, das man so noch nicht gehört hat. An dieser Stelle erfahrt ihr mehr über das künstlerische Schaffen von Monophona.

Wer sich diesen einzigartigen und unverwechselbaren Sound nicht entgehen lassen möchte, hat am kommenden Freitag den 20.02.2015 die Chance, Monophona Live im Forum Bielefeld zu erleben. Zusammen mit MindSlide werden sie diesen Abend zu einem unvergesslichen machen.

Wer steckt hinter Monophona?
Monophona sind Chook (DJ und Produzent), Jorsch (Schlagzeuger) und ich (Gitarre, Keyboards und Gesang).

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Meistens nennen wir es Trip-Hop oder Downtempo. Wir versuchen vor allem akustische und elektronische Elemente miteinander zu verbinden und vielleicht etwas zu erschaffen, was man so oder so ähnlich noch nicht gehört hat.

Was macht euer Projekt besonders?
Siehe oben. Als Chook und ich anfingen zusammenzuarbeiten, wussten wir wenig bis nichts über das was der andere macht. Ich spielte und hörte eigentlich nur Folk, Chook produzierte Drum’n’Bass. Wir haben dann angefangen uns Versatzstücke von Songs übers Internet hin- und herzuschicken. So ist das erste Album entstanden und im Grunde genommen gehen wir noch immer so vor, ausser dass wir mittlerweile etwas mehr über die Arbeit des anderen wissen. Aber wenn ich Chook ein Demo schicke, dann weiss ich am Ende nie, was er daraus machen wird. Diesen Überraschungseffekt gäbe es sicherlich nicht, wenn wir eine Band mit klassischer Besetzung wären. So bleibt die Zusammenarbeit spannend.

Was und wen wollt ihr mit Euren Songs erreichen?
Wahrscheinlich würde jeder von uns darauf ganz unterschiedlich antworten. Chook feilt an den Sounds, ihm ist es wichtig, dass das Gesamtbild für den Hörer spannend ist. Ich höre und schreibe Lieder eher so wie man Bücher liest oder schreibt. Es gibt Lieder, die mich ein ganzes Leben lang begleiten und die mich immer noch begeistern, egal wie oft ich sie höre (Songs von Tom Waits, Joni Mitchell, The Smiths zum Beispiel). Für mich wäre es das Schönste, ein Lied zu schreiben, das im Leben eines anderen einen ähnlichen Platz einnimmt.

Was hat Euch bewogen Musik zu machen?
Man spürt wahrscheinlich schon als Kind, dass Musik eine gewisse Kraft hat: Sie kann glücklich machen, trösten oder Energie geben. Und eines Tages möchte man vielleicht nicht mehr nur Musik hören, sondern sich auch selbst daran versuchen.

Was macht gute Musik für euch aus?
Da wir alle drei einen ganz unterschiedlichen Musikgeschmack haben, wird es da wahrscheinlich sehr schwer einen gemeinsamen Nenner zu finden. Vielleicht könnte man sagen, dass gute Musik nicht harmlos sein sollte und im besten Fall das Risiko nicht scheut.

Welche Bands beeinflussen euch? Welche Alben haben euch geprägt oder begeistert?
Das ist bei jedem von uns unterschiedlich (siehe unten). Bands die wir alle drei gerne hören sind Trentemøller, Fink, Junip.

DSC_4700_2Welche Musik hört Ihr zu Hause, unterwegs oder beim Sport?
Siehe oben. Wir haben eigentlich alle drei einen ganz unterschiedlichen Musikgeschmack. Chook und Jorsch mögen wie gesagt Trentemøller. Jorsch legt im Bandbus auch gerne mal Rock auf (Rival Sons, Led Zeppelin, Alt-J). Ich mag eher die klassischen Singer-Songwriter (Waits, Van Morrison, Springsteen, Rickie Lee Jones usw.), aber auch John Grant oder Morrissey und die Smiths. Das sind eigentlich die drei Elemente unserer Musik: Sounds (Chook), Dynamik (Jorsch) und Songschreiberei (ich).

Eine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
Highlight war wahrscheinlich unsere Release vor ein paar Wochen. Davor lagen fast zwei Jahre harte Arbeit und als dann die Release gut lief, war das eine Erleichterung. In dem Moment vergisst man die Mühen plötzlich ganz schnell. Dunkelste Stunde? Ich weiss nicht ob es die gab – es ist eben einfach stressig Musik und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Denn von der Band können wir natürlich nicht leben. Das was wir verdienen reicht kaum, um die Band überhaupt am Laufen zu halten. Wenn man aber versucht weiter zu kommen, dann wird Musikmachen schnell zu einem Hobby mit dem Zeitaufwand eines Vollzeitjobs (da vor allem auch viel Organisation und Papierkram dazu gehören). Manchmal ist man dann einfach erschöpft – aber wie gesagt, wenn das Publikum dann die Musik gut aufnimmt, gibt das wieder neue Energie.

Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele habt ihr euch selbst gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
Wir werden, glaube ich, einfach weitermachen: Konzerte spielen – hoffentlich auch ein paar Festivals – und dann das dritte Album aufnehmen und hoffen, dass wir das gut hinbekommen.

Welche Rolle spielen für euch Live-Auftritte und was empfindet ihr dabei?
Das ist ganz unterschiedlich. Unser Schlagzeuger Jorsch geniesst Konzerte sehr; ich bin eher ein Stubenhocker, der lieber vor dem Computer an neuen Songs tüftelt, als auf der Bühne zu stehen. Gerade deshalb ergänzen wir uns aber, glaube ich, gegenseitig ganz gut.

Was fällt Euch als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Musik: Gefühlsverstärker
Kindheit: Geschichten
Blockade: Geduld
Auftritt: Moment
Heimat: Komfortzone

Vielen lieben Dank für das Beantworten!

Monophona auf Facebook

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