Fundstück der Woche: salvation AMP

Veröffentlicht: 2. November 2014 von steffischaaf in Fundgrube
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salvation AMP - logo whiteSie machen alles aus freien Stücken und das mit viel Leidenschaft. Salvation AMP aus Detmold versprühen Rock´n´Roll mit einer gewissen Melancholie. Lauscht andächtig und lest hier mehr über die junge Band.

Wer steckt hinter salvation AMP?
Drei vollkommen unterschiedliche Musiker mit vollkommen unterschiedlichem Background: Steve an den Drums, Caveman am Bass und ich selbst, Christ-Ian, an der Gitarre und den Vocals…

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
Im Grunde ist es Rock´n´Roll: Gitarre, Bass, Schlagzeug. Mit einer gewissen Melancholie. Ist es deshalb Goth? Ich vermag das nicht zu sagen. Die Einflüsse sind sicherlich vorhanden und da ich die Songs nun einmal schreibe, liegt es auf der Hand, da ich dem klassischen Goth, neben allerlei anderen Richtungen, immer zugeneigt war und bis heute bin.

Was macht euch besonders?
Ich denke wir haben eine besondere Einstellung zur Musik, die wir machen und zu dem, was drum herum abläuft. Wir verstehen uns als Independent-Band im ursprünglichen, ja geradezu im wörtlichen Sinn: alles, was wir tun, tun wir aus freien Stücken, ohne Einflussnahme von außen. Wir haben unser erstes Album komplett selbst aufgenommen und produziert, wir vertreiben es selbst, wenn wir mit Leuten zusammen arbeiten, dann nur mit welchen, die wir kennen, denen wir vertrauen. Wir haben also alles selbst zu verantworten, sind niemandem Rechenschaft schuldig.
Wir spielen konsequent ohne programmierte Backings, alles live. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir da eine von wenigen Bands sind.

Was oder wen wollt ihr mit euren Songs erreichen?
Zunächst einmal ist da die Musik, die Songs und die Sounds und Strukturen. Diese entstehen meist vor meinen inneren Augen und Ohren. Ich versuche dann all das so gut es geht auf der Gitarre, manchmal auch auf dem Bass oder dem Schlagzeug umzusetzen. Steve und Caveman geben dem ganzen dann ein Fundament. Von daher kann von „wollen“ nicht die Rede sein. Es entsteht halt irgendwie aus sich selbst heraus. Allerdings sind wir natürlich dankbar und froh, wenn es Menschen gibt, die Antennen dafür haben und unsere Musik schätzen.

Was hat euch bewogen Musik zu machen?
Jeder von uns dreien hat da seine eigene Geschichte. Meine ist halt die, dass ich Mitte der 1980er Jahre mit New Wave, Gothrock und vielerlei Indie-Sounds in Kontakt gekommen bin und dass ich schnell festgestellt habe, Gitarre lernen zu wollen, um so etwas in der Art auch machen zu können. Und weil ich natürlich mit einer Band auf der Bühne stehen wollte. Welcher angehende Musiker möchte das nicht?

Welche Bands haben euch dabei beeinflusst?
Caveman und Steve kommen aus musikalisch vollkommen anderen Richtungen. Klassischer Rock, Progressive, Artrock und vieles mehr. Meine Einflüsse sind die ursprünglichen Sisters Of Mercy (´81 – ´85), The Chameleons, Pink Floyd, Velvet Underground und andere. Über die Jahre sind viele weitere Bands und Künstler mit dazu gekommen.

Welche Musik hört ihr zu Hause im Bademantel auf der Couch?
Bademantel? Habe keinen…

Was ist für die Zukunft geplant? Welche Ziele habt ihr euch selbst gesteckt? Was steht als nächstes an? Tour? Studio?
Wir wollen weiter viel live unterwegs sein, verstehen wir uns doch in erster Linie als Live-Band. Ins Studio wollen wir jetzt in kürze auch gehen. Unser erstes Album Hidden Faces ist jetzt schon über zwei Jahre alt und es sind in dieser Zeit allerhand neue Stücke entstanden, die wir gerne auf einem neuen Album heraus bringen wollen, aber wir werden uns Zeit damit lassen, uns nicht unter Druck setzen.

salvation AMP - aftershowEine Band durchläuft stets Höhen und Tiefen. Was war der absolute Höhepunkt in der Vergangenheit und was der bitterste Tiefpunkt?
Bitterste Tiefpunkte, jedenfalls als Band, hatten wir noch keine zu verschmerzen. Besondere Höhepunkte waren sicherlich die bisherigen kleinen, aber sehr feinen Festivals, die wir komplett selber organisieren: das Gothic Fest auf Burg Sternberg im Extertal, Tonenburg Rock auf der Tonenburg bei Holzminden/Höxter und das Wave-Guitar-Fest im Falkendom Bielefeld. Wir laden zu diesen Veranstaltungen Bands ein, mit uns die Bühne zu teilen. Wir machen das jetzt seit ca. zwei Jahren und wollen die Veranstaltungen hier fest etablieren. Wir setzen dabei vornehmlich auf Gitarrenbands. Handgemachte Musik, Musiker, die ihre Instrumente beherrschen. Wir wollen damit ein wenig dem Trend entgegen wirken, der auf den großen Festivals und Bühnen in diesem Genre leider immer mehr zu finden ist: Technobeats, programmierte, also nicht live gespielte Sounds, Halbplayback. Nun ja und ein für mich selbst absoluter Höhepunkt ist es gerade erst vor ein paar Tagen gewesen Chameleons Vox in Bielefeld zu supporten. Das wird für mich ein ewiger Meilenstein sein.

Was fällt euch als Erstes zu folgenden Begriffen ein?
Musik: unentbehrlich
Kindheit: hatte ich
Blockade: nächste Frage bitte…
Auftritt: das, was wir wollen
Heimat: da, wo die Wurzeln sind

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Sänger Christ-Ian für das Interview!

salvation AMP Facebook-Seite

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